Das vielsichtige Werk des 1900 in Magdeburg geborenen Malers Richard Oelze ist durch die Lehrjahre am Bauhaus in Weimar von 1922 bis 1925, durch die Begegnungen mit den Malern der Neuen Sachlichkeit und mit den Pariser Surrealisten Mitte der dreißiger Jahre geprägt.
Sein Gesamtwerk leuchtet die Traumata unserer Zeit in beziehungsreicher Phantastik aus, und die Polarität von Bewußtem und Unbewußtem, Vieldeutigkeit und Präzision, Abgründigkeit und utopischer Hoffnung, Natur- und Geschichtsmythos stellen Oelzes Arbeiten ins Znetrum der Bilderwelt der Moderne und machen ihn, neben Max Ernst, zum wichtigsten deutschen Surrealisten.
Die Kunsthistorikerin Renate Damsch-Wiehager erhellt in dieser ersten umfassenden Monographie die biographischen Hauptlinien Oelzes von Weimar über Dresden und Paris nach Worpswede und Posteholz bei Hameln, wo er 1980 starb. Aus der Vielzahl geistiger Bezüge zur Kunsttradition und Kunstgegenwart - Hieronymus Bosch, Manierismus, Romantik, Kafka, französischer Surrealismus - entwickelt die Autorin das plastische Bild eines "spät geborenen alten Meisters".
Ein als schwierig geltender bedeutender Maler wird damit anschaulich und in einer die Moderne neu und weitgespannt interpretierenden Weise vorgestellt.
"In den Bildern von Oelze kan man sich verirren wie im Park von Bomarzo: überall diese steinernen Köpfe mit aufgerissenen Mündern und leeren Augenhöhlen, überall diese Gesichter, halb verborgen hinter Felsen, Bäumen, Gesträuch, Gestrüpp und manchmal gespiegelt vom sumpfigen Wasser." Wieland Schmied
Das Buch (Erstausgabe) wurde von Renate Damsch-Wiehager geschrieben und ist 1989 im C. J. Bucher Verlag, München - Luzern erschienen.
Das Buch befindet sich in einem sehr guten Zustand !!!
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