- Gebundene Ausgabe: 763 Seiten
- Verlag: Fink (Wilhelm) (1. Januar 2002)
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 3770536355
- ISBN-13: 978-3770536351
Der Florentiner Ugolino Verino (1438-1516) unternahm mit seiner Carlias den einzigen und einzigartigen Versuch, das volkssprachliche Ritterepos - die italienischen Romanzi Cavallereschi - im Gewande antiker Hexameterepen dem humanistischen Publikum darzubieten. In mehreren Überarbeitungen erhalten, mit Zeitgeschichte, Allegorie und historischen Anklängen spielend, kann dieses Epos auf die sagenhaften Taten Karls des Großen ein faszinierendes Abbild des kulturellen Lebens Florenz Lorenzo de Medicis vermitteln. Es wird nun durch einen Kommentar erschlossen, der sich gleichermaßen von latinistisch-philologischer, romanistischer, historischer wie philosophischer Seite dem Werk nähert. Die paraphrasierende Besprechung sorgt dabei dafür, dass der Kommentar auch wie eine Übersetzung gelesen werden kann; die Realien stellen dem Altphilologen das unverzichtbare Hintergrundwissen bereit.-Ich denke, dass bei diesem umfangreichen und auch schön gestalteten Werk vom Klappentext nicht zu viel versprochen wird. Die Erläuterungen gehen sehr ins Detail, was bei einem derart komplexen und sich dem heutigen Leser nicht unbedingt gleich erschließenden Werk sicher auch eine Notwendigkeit ist. Der Autor nimmt ja vielfach Bezug auf antike Autoren und ist dabei aber mitten in der politischen Geschichte seiner Zeit verwurzelt. Für jemanden, der die Carlias das Ugolino Verino kennen (und somit wahrscheihnlich auch lieben) gelernt hat, ist dieses Buch ein Schlüssel zur Vieldimensionalität des Werkes.
Hülle stellenweise eingerissen und geknickt, das Buch selber ist in einem guten Zustand, mit Remittendestempel auf dem Deckblatt, und geringen Lagerungsspuren am oberen Buchschnitt #0003
VERSAND als Päckchen