Kon-Tiki
OT Kon Tiki Ekspedisjonen OA 1948 DE 1949Form Sachbuch Bereich Reisebericht
Größte Aufmerksamkeit erregte Thor Heyerdahl erstmals 1947 mit der bis dahin für unmöglich gehaltenen Fahrt mit dem Floß »Kon Tiki« über den Pazifik, bei der er und seine fünf Kameraden fast 7800 Kilometer zurücklegten. Es folgten weitere Expeditionen dieser Art, mit denen der norwegische Ethnologe beweisen wollte, dass frühzeitliche Menschen auch mit einfachen Mitteln in der Lage waren, die Ozeane zu überqueren.
Entstehung: Während seiner ersten Expedition in die Südsee lebte Heyerdahl ein Jahr auf Fatu Hiva, einer Insel im Marquesas-Archipel. Dort sah er Steinfiguren, die ihn stark an südamerikanische Skulpturen in Peru erinnerten. Auf der Grundlage dieser Beobachtung sowie polynesischer Sagen und indianischer Legenden entwickelte er die These, dass die Inseln im Pazifik von Amerika aus besiedelt wurden.
Inhalt: In seinem Buch Kon-Tiki versucht Heyerdahl in erster Linie nachzuweisen, dass die Südseeinseln – entsprechend seiner Theorie – doch von Amerika her besiedelt wurden. Heyerdahl stellt zunächst die langwierigen Vorbereitungen zu der Expedition dar und konzentriert sich dann auf die ausführliche Beschreibung der 102 Tage dauernden Seefahrt mit der »Kon Tiki«. Die Reise begann in Callao in Peru und führte über den Pazifik bis zum Raroia-Atoll in der Tuamotu-Gruppe, östlich von Tahiti. Unterwegs erwies sich das Floß als so wenig steuerbar, dass die Skandinavier an den ersten Inseln vorüberfahren mussten, ohne dort landen zu können. Zwischen die Darstellung des alltäglichen Zusammenlebens von sechs Männern auf dem relativ kleinen Floß schiebt er immer wieder fesselnde Details aus der Geschichte der Osterinsel und Polynesiens ein.
Wirkung: Mit seiner Fahrt konnte Heyerdahl zwar unstrittig beweisen, dass eine derartige Reise über den Ozean möglich ist, aber nicht, ob die Erstbesiedlung tatsächlich auf diesem Weg stattgefunden hat. Zumindest aber können selbst die größten Skeptiker seitdem nicht mehr bestreiten, dass eine Überquerung des Ozeans möglich ist. Das Buch wurde in 66 Sprachen übersetzt und ein weltweiter Erfolg. Der gleichnamige Dokumentarfilm, den Heyerdahl 1947 während der Fahrt des Floßes gedreht hatte, erhielt 1952 einen »Oscar«.
Kurzbeschreibung
Thor Heyerdahl war überzeugt: Die polynesische Kultur hat ihren Ursprung in Peru. Doch waren Menschen mehr als 1.500 Jahren fähig, die Weiten des Pazifischen Ozeans zu überqueren? Um zu demonstrieren, dass es möglich war, baute er zusammen mit fünf Kollegen ein einfaches Floß - "Kon-Tiki". Und begab sich im Frühjahr und Sommer 1947 auf abenteuerliech Fahrt. Nach 101 Tagen erreichte er - der Fachwelt zum trotz - sein Ziel. Seine schriftliche Dokumentation von der ersten Idee über die Vorbereitungen bis zur schönen und gefahrvollen Überfahrt fasziniert Leser in aller Welt schon seit Generationen.
Der norwegische Zoologe und Ethnologe, Thor Heyderdahl, geboren am 6. Oktober 1914 in Larvik, versuchte mit verschiedenen Expeditionen die Möglichkeit früher transozeanischer Kontakte zu beweisen. Seine wichtigsten Publikationen 'Kon-Tiki', 'Die Ra-Expedition' und 'Tigris' wurden Weltbestseller.
Seit 1990 lebt Heyerdahl auf den Kanarischen Inseln, wo er die Stufenpyramiden von Güimar entdeckt hat.
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