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Virabell - Andreas Stauffer-Bellardi
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Beschreibung
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Andreas Stauffer-Bellardi
Virabell
Tochter der Granden
Roman
Deutscher Bücherbund, 1962
Gebundene Ausgabe, 635 Seiten
Zustand des Buches: Gut (Schutzumschlag hat Risse)
Zum Inhalt:
Von einer Odyssee erzählt dieses Buch - der Odyssee einer Frau. Virabell, die blutjunge Tochter des spanischen Generalkapitäns in Neapel, wird 1647 durch den Aufstand des Masaniello auf einen abenteuerlichen Irrweg verschlagen und tief in die Wirren ihrer Epoche gestürzt. Zwischen Piraten und Türken, im Feuer der Seeschlacht auf der venezianischen Galeasse, unter den Kriegshaufen der belagerten Feste Candia und in den Audienzsälen der Souveräne muß sie sich ohne jede andere Hilfe als die ihrer zähen Lebenskraft behaupten. Es ist ein männliches Zeitalter, das es einer schönen und stolzen Frau nicht leicht macht, den vielen Männern, die ihr begegnen, den eigenen Willen entgegenzusetzen und selbst die Wahl zu treffen, mit wem sie ihr Leben teilen will. Sie tut es, bezwingt ihr Schicksal und erreicht, reich an Welterfahrung, ein Ziel, das sie beim Auszug nicht zu ahnen vermochte.
Diese Heldin Elvira Isabella ist - von einigen dekorativen Statisten abgesehen - mit ihrer Familie das einzig Erfundene an diesem Jahrhundert-Roman, dessen Szenen vor einem geschichtstreuen Rundhorizont zwischen Paris, Madrid, Neapel, Venedig, Rom und Stambut spielen. Die Handlung führt Virabell nach Kreta und gipfelt in einer wahren Ilias des Barock: Zwanzig Jahre lang verteidigt das Abendland, ermutigt durch den Papst, geführt von Venedig, gestützt und enttäuscht von Frankreich, das schwerbewaffnete Bollwerk im östlichen Mittelmeer, bis dieses schließlich 1669 in die Hand der Türken fällt, weil die Koalition der christlichen Völker, von Eifersucht und Intrigen gespalten, nicht mehr standhält.
Die Heldin erlebt das alles mitten im Wirbel der Ereignisse. Was sie erträgt und erfährt, mutet auch den Leser des 20. Jahrhunderts nicht fremd an. Die Geschichte legt zu allen Zeiten ihren Bann auf die Völker. Neu ist nur immer wieder der zähe Mut, mit dem sich Menschen dieses Banns erwehren, um in Glück und Leid sie selbst zu sein - wie Virabell, die versprengte, umworbene, tapfer sich bewährende Tochter der Granden.
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