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Irene Frain
Nabob
Roman
Meyster Verlag, 1983
Gebundene Ausgabe, 605 Seiten
Zustand des Buches: Gut (Schnitt ist leicht nachgedunkelt)
Zum Inhalt:
"Nabob" spielt im Indien des 18. Jahrhunderts; es ist das Indien der unendlich Armen und der unermeßlich Reichen. "Nabob" beschwört seine Gerüche, seine Parfüms, seine Raffinesse und seine Liebesriten; "Nabob" schildert seine Götter, seine Grausamkeit und seine Bräuche.
Der Held dieses Romans, der "Nabob", mit bürgerlichem Namen Rene Madec, ist keine imaginäre Figur.
Im Jahre 1754, gerade 17 Jahre alt, flüchtete er schwimmend von Bord seines Schiffes, das vor der indischen Coromandel-Küste liegt. Ohne einen Pfennig Geld in der Tasche findet er sich am Strand von Pondicherry wieder, dem Sitz des Generalgouverneurs der französischen Indien-Kompanie. Hier, in der "Faktorei der Lüste", wo die europäische Lebensart des galanten 18. Jahrhunderts und die exotische Welt Indiens aufeinanderprallen, beginnt das große Abenteuer, gerät Madec in die Auseinandersetzungen, die England und Frankreich um den indischen Subkontinent führen, taucht er in die tropisch-sinnliche, fremdartige Welt Indiens ein.
Er wird Soldat, Abenteurer, verdingt sich bei indischen Prinzen, kämpft auf französischer wie englischer Seite, stellt eine eigene Armee auf . . . Und macht sein Glück. In weniger als 20 Jahren wird er ein vornehmer und einflußreicher Mann, ein "Nabob", ein enger Vertrauter des Großmoguls in Delhi.
Von diesem märchenhaften Schicksal ausgehend, hat Irene Frain einen fesselnden Roman geschrieben. Verwoben mit den tatsächlichen Begebenheiten dieses abenteuerlichen Lebens sind fiktive Elemente, Episoden, Handlungsstränge, wie etwa die leidenschaftlich romantische Liebesbeziehung zu der Hindu-Prinzessin Sarasvati (die eine indische Bajadere des 16. Jahrhunderts zum Vorbild hat).
Der Leser überschreitet mit Madec den Ganges, übersteht Monsunstürme, die Dürre der Wüste und die Feindseligkeit des Dschungels, erlebt Intrigen, Schlachten und Feste. Im "Nabob" fehlen weder Leidenschaften noch Mord, noch Gift. "Nabob" steht in einer großen Tradition, der des französischen historischen Romans: Und so bietet er - dieser Tradition würdig - Farbe, Information, Atmosphäre und die große Unterhaltung.