|
|  |
|
|
Fanny Hill - John Cleland
|
|
|
|
|
Beschreibung
10C0021h
John Cleland
Fanny Hill
Memoiren eines Freudenmädchens
Bertelsmann
Gebundene Ausgabe, 288 Seiten
Zustand des Buches: Gut (Schnitt ist leicht nachgedunkelt)
Zum Inhalt:
Im Jahre 1749 erschien in London ein Buch mit dem Titel "Memoiren eines Freudenmädchens". Über zweihundert Jahre später bliesen deutsche Staatsanwälte an Isar, Elbe und Flensburger Förde zum Angriff auf die reizvolleund freimütige Liebesdienerin. Die ersten Ausgaben in deutscher Sprache - Luxuseditionen zu Liebhaberpreisen - wurden als "unzüchtig" verboten und beschlagnahmt. Am 23. Juli 1969 hob der Bundesgerichtshof in Karlsruhe die früheren Urteile auf und entschied rechtskräftig, daß "'Fanny Hill' zwar ein Werk der erotischen Literatur, aber keine 'unzüchtige Schrift'" sei. Der Roman enthalte zwar, führte das Gericht aus, in dichter Folge eine Vielzahl sehr offener, ins einzelne gehender Schilderungen sexueller Vorgänge, Erlebnisse und Empfindungen, doch würden sexuelle Fehlhaltungen und Ausschweifungen weder verherrlicht noch als erstrebenswert herausgestellt. Zudem sei jede vulgäre oder obzöne Ausdrucksweise vermieden worden.
In der Tat erweist sich der Autor der "Fanny Hill" als ein kleines Sprachgenie. Unermüdlich erfindet er neue Namen für die Gegenstände und Handlungen der Lust, und seine Umschreibungen, Anspielungen und Metaphern bleiben bei aller Eindeutigkeit frei von peinlichen Grobheiten. Auch gewagte Schilderungen körperlicher Liebe wirken nicht anstößig.
"Die stilistische, psychologische und erzähleriche Gewandtheit des Autors schufen ein kleines Meisterwerk" (Kröners Lexikon der Weltliteratur).
Trotzdem ist die "Fanny Hill" sicherlich kein Buch für jeden - also Vorsicht!
|