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Die Französische Malerei des XX. Jahrhunderts

Charles Terrasse Konservator des Museums von Fontinebleau
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MHKraemer (995)
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Beschreibung
Hat sich aus der Bindung gelöst und die erste Seite hat sich zum teil gelöst, die letzten drei weißen Seiten haben sich als Block gelöst, der Einband hat Flecke.

DIE Malerei keiner Epoche zeigt so viele verschiedene, mächtige und bewegte Strömungen, wie die unseres Jahrhunderts, das noch nicht einmal die Hälfte seines Alters erreicht hat. Mit Hilfe aller Techniken, aller Materiale, versuchte sie alles auszudrücken, von der direkten Nachahmung der Gegenstände, bis zur t des Unbewussten und Instinkthaften. Und zwar versuchte sie nicht nur, mit neuen Mitteln alles zu sagen, was schon gesagt worden ist, sie hat sich auch dauernd auf neue Geleise begeben.
Kann man in dem Chaos dieses Jahrhunderts, das unsere Herzen beengt, von einer bestimmten Richtlinie sprechen? Ist es möglich, in diesem Gemenge von Tendenzen ein abschliessendes Wort zu sagen, eine bestimmte Ordnung herauszufinden ? Nein. Die meisten Künstler der gegenwärtigen Zeit haben anfänglich bestimmten Gruppen angehört, von denen sie sich in der Folge losgelöst haben. Auch darf man nicht vergessen, dass ihre Laufbahn noch nicht abgeschlossen ist.
Man kann immerhin versuchen, allgemeine Charakterzüge der zeitgenössischen Kunst aufzudecken. Wir müssen wiederholen, dass diese mannigfach sind.
Monet sagt von sich « Ich male, wie der Vogel singt. » Damit meinte er, dass seine Malerei die Freude seiner Augen an der schönen Natur ausdrückt und dass er auf der Leinwand sein Blau, sein Grün, sein Rot aufreihte, wie der Vogel die Töne seines Liedes. Mit den Malern der heutigen Zeit ist es ganz anders. Viele von ihnen haben ihr Talent fixen Regeln unterworfen und sind mehr oder weniger von Theoretikern geleitet. Ihre Kunst ist vor allem dogmatisch und intellektuell. Für manche sogar ist sie esotherisch. Um sie zu verstehen, muss man ihre Ideen studiert haben. Jede Gruppe hat ihre Doktrin oder besser, um ein Schulwort zu gebrauchen, ihre Disziplin, die durch das Beispiel und oft auch durch die Schriften des Meisters dargelegt werden.
So sind Seurat, — der erste vielleicht, der mit Nachdruck auf die Notwendigkeit eines Dogmas hinwies, — und Signac, sein Jünger, die Theoretiker des Divisionismus, Sérusier und Maurice Denis die des Neo-Traditionismus. Henri Matisse war der Wortführer des Fauvismus. Gleizes und Metzinger haben den Kubismus erklärt. A. Breton ist Apostel des Surrealismus. Ferner sind zahlreiche Künstler gleichzeitig Kunstkritiker, ebenso Schriftsteller und halten Vorträge. Odilon Redon war bestrebt, sein Werk zu erklären. Andre Lhote dürfte der erste Kunstschriftsteller seiner Zeit sein. Maurice de Vlaminck hatte das Buch Touniarn dangereux geschrieben. Ozenfant, ebenso wie Fernand Léger haben viele Artikel veröffentlicht.
Selbst innerhalb der Gruppen, in die man die Künstler der heutigen Zeit einreihen kann, gibt es nichts als Teilungen, Unterteilungen, Spaltungen, die in dem Masse, in dem…
Mit 99 Bildtafeln





Verlag: Hyperion *
Jahr: 1939 *
Einband: Leinen *
Ort: Paris *
Seitenzahl: 38+99

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