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Der Mond fällt auf Europa - R. C. Sherriff
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Beschreibung
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R. C. Sherriff
Der Mond fällt auf Europa
Roman
Bertelsmann Lesering
Gebundene Ausgabe, 479 Seiten
Zustand des Buches: Gut (Schutzumschlag hat Risse)
Zum Inhalt:
Um 2760 - 800 Jahre nach uns - läßt R. C. Sherriff in seinem Roman einen Wissenschaftler, der die toten Kulturen Westeuropas erforscht, in den Ruinen von Notting Hill "Das Hopkins-Manuskript" auffinden. Dessen Verfasser, offenbar ein Engländer unserer Tage, berichtet darin, wie "man" lebte, ehe der Mond abstürzte, der seither den Atlantik ausfüllt. Unverständlich die Katastrophe, verwunderlich aber auch das Verhalten der damals Überlebenden: sie führen "Krieg" gegeneinander um die Verteilung der im Monde zu schürfenden Bodenschätze! Dann sind plötzlich nicht mehr Uran, Öl, Kohle, Platin, Gold und Eisen der Grund des Kampfes. Hopkins deutet es an; die ausgebluteten Überlebenden des Krieges wandten sich gemeinsam nach Osten. "Schwarze Horden" unter "Selim dem Befreier" überfluteten Europa; eine Sage vermutlich, aber sie stimmt überein mit den Forschungen Kaiserlichen Wissenschaftlichen Gesellschaft: Die wiedergeborenen Völker des Ostens sollen damals im Haßrausch die großen westlichen Kulturen ihrer geschwächten ehemaligen Unterdrücker zerstört haben. Doch gibt es kaum Beweise für diese Ereignisse - so vollkommen wurde das Leben vertilgt und ausgelöscht, das der Mond verschont hatte. Leider lassen Hopkins' Mitteilungen über die historischen Zusammenhänge nur Mutmaßungen zu; er berichtet vor allem aus seinem wohl recht engen Lebenskreis, doch - kann kann sich dieser nicht mit unserem eigenen Leben überschneiden? Bedenken wir, Hopkins ist - ein Zeitgenosse! Zwar folgt heute noch der Mond seiner uralten Bahn, aber was weiß Hopkins zu berichten von jenen Einflüssen, die den toten Trabanten auf die Erde stürzten? Selbst wenn wir - immer nach Hopkins - Grund haben zur Annahme, daß nicht alles Leben vernichtet wird, so zeigt der Autor - der seine, unsere Zeit nur allzugut kennt - doch unser aller Schwächen auf: den Fanatismus der kleinen Führer, die Haltlosigkeit einmal bewegter träger Massen, die beide in der "Verteidigung von Ehre und Freiheit" sich gegenseitig bestätigen "bis zum letzten Blutstropfen".
Heinrich Heuer, vor allem bekannt geworden durch seine Illustrationen zu H. G. Wells' "Zeitmaschine" hat auch zu diesem Roman Bilder von visionärer Eindringlichkeit gezeichnet.
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