Roman der wuchernden Zelle.
Mit diesem Bericht wird der "Tatsachenroman" zum epischen Kunstwerk.
Krebs - der unheimliche Gast, der den Menschen heute besucht. Die lauteste Frage der Medizin. Jeder sechste Mensch stirbt am Krebs. Was wissen wir von ihm ? Wie kam es, daß seit Beginn des Jahrhunderts die Krebstodesziffer auf das Doppelte anstieg ? Was können wir tun ? Und tun gegen wen ? Wer ist es, der um sich griff, je mehr mit den Fortschritten der Zivilisation das Leben bequemer geworden ist ?
Diese Frage stellen, heißt Ausschau halten nach der Geschichte unserer Kultur. Zeit der Handlung: vier Jahrtausende. Wir alle spielen mit. Wer weiß, in welchem Akt man sich befindet ? Der Mensch und der Krebs - das ist eine dramatische Schlacht, die anhebt im alten Ägypten, und sie führt über die Schüler des Hippokrates, über die glanzvollen Tiraden des Galenos und die Arcana des Paracelsus, über den Tod der Kaiser Napoleon und Friedrich III. in das Zeitalter der Radiumstrahlen, des Tabaks, der Kosmetik, der chemischen Nahrungsstoffe.
Ein Arzt begegnet an seinen Krankenbetten hundertfältig dem Drohenden, das wir "Krebs" zu nennen übereingekommen sind, aber nach wie vor als die Tücke einer kaum bekannten Macht erfahren. Stefan W. Escher blickt hinter die Maske, hinter jene Maske vor dem eigentlichen Gesicht. Der Mensch trägt sie, in "Gesundheit" und "Komfort" zufrieden. Wenn aber die Krankheit kommt, gibt es ein plötzliches Erwachen. Der Arzt entdeckt den Menschen angesichts des Ewigen, und das will sagen kämpfend mit den Kräften, die hinter der Krankheit stehen, heute wie ehedem. Was er in diesem Gespräch mit dem Krebs gesehen hat, verdichtet er zu einem geschlossenen Bericht. Und: Die Menge medizinischen Materials, Statistik, Heilmethoden und Theorien, der Ansturm der Krankheit gegen den Einzelnen in der Geschichte - alles mündet in die Erzählung eines persönlichen Schicksals.
Das Krebsschicksal ist verschlungen in das Schicksal der Gegenwart. Haben wir uns nicht vom Materiellen überwuchern lassen ? Wir ahnen Zusammenhänge zwischen der wuchernden Krebszelle und unserer inneren Situation: der Krebs die notwendige Krankheit unserer Zeit. Wer diesen Sachverhalt versteht, verliert die lastende Angst. Unser Bewußtsein wird gestärkt, die Würde des Menschen als eines unsterblichen Wesens leuchtet heller, weil uns gezeigt wird, daß wir sie vergaßen.
Das Buch (Erstausgabe) wurde von Stefan W. Escher geschrieben und ist 1951 im Ernst Klett Verlag, Stuttgart erschienen.
Das Buch befindet sich in einem guten Zustand !!!
Es besteht kein Widerrufsrecht nach EU-Recht, da es sich um einen Privatverkauf handelt !!!