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Die Zeitschrift Neues Leben, später im Titel in kleinen Buchstaben
neues leben (kurz nl) geschrieben, war ein Jugendmagazin in der
DDR. Sie wurde vom Zentralrat der FDJ herausgegeben und erschien
in deren Verlag Junge Welt.
Unter dem Namen Neues Leben war bereits 1945 eine Wochenzeitung
der FDJ erschienen, die aber nach wenigen Jahren eingestellt
wurde. Im Zuge einer Periode politischen Tauwetters nach den
Aufständen vom 17. Juni 1953 wurde das Neue Leben erneut ins Leben
gerufen.
Die Aufmachung blieb mit 64 teils farbigen Seiten etwa im
A5-Format über Jahrzehnte im wesentlichen unverändert. Auf der
Titelseite war üblicherweise eine Karikatur dargestellt, in den
1970er und 1980er Jahren meist von Thomas Schleusing gezeichnet.
Inhaltlich versuchte das Blatt, einerseits die politische Bildung
der Jugend im Sinne des DDR-Systems zu fördern. Andererseits
sprach es Themen an, die die Jugendlichen direkt interessieren,
dazu gehörten Fragen des täglichen Lebens, Mode, Film, Musik (auch
mit Interpreten aus dem westlichen Ausland), Rätsel und
Ratgeberseiten. Bekannt war die Kolumne Professor Borrmann
antwortet zu Fragen der Sexualität. Regelmäßig gab es Umfragen
nach den beliebtesten Filmen oder Musikinterpreten. Darüberhinaus
enthielt die Zeitschrift Kurzgeschichten, naturwissenschaftliche
und technische Beiträge. Diese Mischung führte zu einer hohen
Popularität des Blattes. Trotz einer Auflage von 540.000
Exemplaren war die Zeitschrift an den Kiosken schnell vergriffen,
Abonnements waren ebenfalls nur sehr schwer zu erhalten.
Nach der Wende übernahm zunächst der Verlag Pabel-Moewig den
Verlag Junge Welt und auch die Rechte an der Zeitschrift.
Kurzzeitig erschien sie unter dem Titel neu leben. Anfang 1992
wurde die Zeitschrift eingestellt, die zuletzt nur noch 30.000
Abonnenten erhielten daraufhin die Zeitschrift Coupé.
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