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Medizin. In Literatur und Kunst. (Gebundene Ausgabe)

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rikso (79)
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Beschreibung

von Ann G. Carmichael (Herausgeber), Richard M. Ratzan (Herausgeber)

  • Gebundene Ausgabe: 376 Seiten
  • Verlag: Könemann, Köln (Juli 1994)
  • ISBN-10: 3895080500

    Zustand: sehr gut

    Das Bedürfnis des Menschen, Schmerzen, Krankheit und körperliche Gebrechen zu verstehen und heilen zu kön­nen, ist so alt wie die Menschheit. Dieses Überlebensbedürfnis war die Antriebskraft für die Entwicklung der Heilkunst von ihren primitiven Anfängen bis hin zur hochtechnisierten Medizin. Rückschläge und Grenzerfahrungen kennzeichnen den Weg dahin. Als Mitte des 14. Jahrhunderts fast ein Drittel der europäischen Bevöl­kerung von der Pest hinweggerafft wurde, war das mehr als eine Epidemie. Der Schwarze Tod bedeutete eine Geißel für die Menschheit, den endgültigen Fingerzeig Gottes: Das Ende war nahe.

    Seitdem hat die Medizin Bahnbrechendes geleistet. Die Texte der hier zu Wort kommenden Ärzte und Forscher wie Röntgen, Pasteur und Schweitzer zeigen, dass ihnen mehr als eine erfolgreiche Bekämpfung bislang hoffnungsloser Krankheiten gelang. Die neuen Halbgötter in Weiß bescherten dem Menschen das Gefühl, alles sei mög­lich und der Mensch tatsächlich das »Maß aller Dinge«. Ein allzu trügerisches Selbstbewusstsein, wie uns nicht nur die Bilder strahlenverseuchter Kinder in Hiroschima oder sterbender Aids-Patienten vor Augen führen.

    Diesen historischen und anthropologischen Spannungsbogen umfasst die vorliegende Anthologie: von der Antike bis zur Neuzeit, vom maurischen Spanien bis hin zum taoistischen China, von den Kriegsschauplätzen einer Florence Nightingale bis hin zur Transplantationsklinik der modernen Welt. Das Buch bietet einen umfassenden Einblick in die Kulturgeschichte der Medizin: Dem Leser eröffnen sich fremde Vorstellungswelten über Anatomie, Physiologie und Therapie. Bilder wie Rembrands »Anatomielektion des Dr. Nicolaes Tulp«, van Goghs »Schlafsaal im Hospital in Arles« oder Pablo Picassos "Krankes Kind« ergänzen die Zahlreichen literarischen Texte. Die Auseinandersetzung mit der conditio humana, der geliehe­nen Zeit, macht dieses Buch zu einer faszinierenden Lek­türe. Medizin und Kunst, sie beide kreisen um dasselbe Thema: das Leben und - den Tod.

    Mit 235 eindrucksvollen Abbildungen, darunter 145 Farbreproduktionen.