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Hans Schmitz : „Umsonst is dat
nie“ Widerstand –
Ein persönlicher Bericht.
Vowort von Dieter Nelles. Edition Wahler. 1. Auflage,
2004. ISBN 3-9808498-9-9. Broschüre mit 48 Seiten, DIN A5, viele
Photos.
Klappentext:
Hans Schmitz schildert in seinen Erinnerungen den
Widerstand der Anarchosyndikalisten in Wuppertal. Die kleine, aber sehr aktive
Wuppertaler Gruppe verteilte illegale Flugblätter, sammelte für inhaftierte
Genossen, verhalf verfolgten Antifaschisten zur Flucht nach Holland und sammelte
Solidaritätsgelder für die Spanische Republik.
Im März 1937 gelang es der Gestapo, das illegale Netz
der Anarchosyndikalisten im Rheinland zu zerschlagen. Das OLG verurteilte
Schmitz wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu zwei Jahren Zuchthaus.
Im Falle von Hans Schmitz liegt der seltene
Glücksfall vor, dass er noch über viele Photos aus dieser Zeit verfügt, die
seine Erinnerungen nicht nur illustrieren, sondern als historische Quelle einen
eigenen Wert haben.
Meine
Meinung:
Ein gut lesbarer,
lebensnaher Bericht, der neben der Tragweite des Nationalsozialismus auch von
Straßenprügeleien zwischen braunen und anarchistischen bzw. Piratengruppen
(Anarcho- und Düsselpiraten, Edelweißpiraten) berichtet, was neben dem aktiven
Antinazismus auch Einblick in die Jugendkulturen des beginnenden letzten
Jahrhunderts gibt. Die jugendlichen Aktivisten mit Spitznamen wie Möd, Knabe,
Sani oder Päd erleben ein zwar existentielles, aber eben doch eine Art von
Abenteuer, und es ist ja lediglich die Meinung der Erwachsenen, dass Abenteuer
nicht ernst zu nehmen wären. Und das Schöne ist, daß Hans Schmitz jede
gönnerhafte Distanz zur eigenen aktiven Jugend abgeht, sondern daß er ganz im
Gegenteil noch immer, z.B. auf Demos, aktiv ist.
Und die Photos sind klasse, wild und
wandervogelmäßig.
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