Arthur Wiechula (Naturbau- Ingenieur):
Wie
baue ich mir selbst?
Lebende Holzhäuser unter Mitwirkung der Natur
Wasserdicht, billig und dauerhaft. (Auch für Zaun- Bau, Brücke,
Pavillon, Laubengang,...)
Mit
30 wunderbar inspirierenden Abbildungen. Inwendig wird die heutige
Schriftweise verwand. Broschüre mit 46 Seiten, DIN A5. Druck auf
Umweltpapier
Neu herausgegeben von Wolfram Loch im Packpapier- Verlag (Erste Ausgabe
in den 1920ern im Verlag Herm. Beyer)
Lebende Holzhäuser?
Möglich, daß Landschaftsarchitekten oder Gärtner etwas
mit dem Begriff anfangen können, aber insgesamt dürfte die hier
dargestellte natürliche Bauweise den meisten unbekannt sein- und
vermutlich erst einmal befremdlich.
Ich soll
in einem Baum- Haus wohnen? Wie soll das denn
gehen? Und wie lange soll ich warten, bis aus den gepflanzten und
gepflegten Bäumen ein Haus wird, oder eine Scheune- und wie kann ich
die Bäume am Weiterwachsen hindern, wenn die gewünschte Bauwerkshöhe
erreicht ist? Und wenn der Baum stirbt- fault er dann nicht?- Und
überhaupt: In solch einem organischen Gebilde wirklich hausen? Ist
das nicht urzeitlich? Oder doch eher utopisch oder futuristisch?
Ja,
tatsächlich: es geht darum, Bäume so anzupflanzen, zu beschneiden und
im Wachstum zu lenken, dass sich über die Jahre ein witterungsstabiles
Haus- oder eine Scheune, eine Brücke, ein Pavillon- aufziehen lässt.
Erst einmal schwer vorstellbar, aber eigentlich auch nicht: Wenn man in
alten Parkanlagen spazieren geht, kann man gut sehen, wie Bäume durch
den Gärtner dazu gebracht werden, genau in diejenige Form zu wachsen,
die gewünscht wird, und dass die Pflanzen durch diese Informbringung
und Beschneidung besonders gut treiben und üppiger und schneller
wachsen.
Bei
der von Wichula beschriebenen Hausbau- Methode handelt es sich um eine
Mischung aus Landschaftsgärtnerei und Architektur, gemischt mit einer
guten Prise Abendteuerlust.
Viel Spaß!
Und hier der Inhalt:
Holzhäuser
mit Hilfe der Natur
Die
Entstehungsdauer der Naturbauwerke (Wachstumsgeschwindigkeit: ca. 2- 5
Meter jährlich bei gutem Boden und sachgerechter Beschneidung)
Art
und Verwendung der Naturbauwerke
Schlussbetrachtung
Nachschrift
des Verlegers
Einige
Äußerungen maßgeblicher Persönlichkeiten: Gartenbau- Architekt Josef
Fischer, Freiherr Dr. Georg Lanz von Liebenfels, Oberbaurat Clemens
Nachwort
zur Neuherausgabe
Abbildungen:
Astlage,
in der eine natürliche Verwachsung entsteht
Die
Zwillingskiefer bei Proskau
Entwicklung
von zwei fest zusammenliegenden Trieben der gleichen oder verwandten
Baumart
Ein
Koppelstall mit natürlichem Auswuchs
Ein
Melkstall, bei dem der Auswuchs nur an zwei Stellen belassen bleibt
Eine
Feldscheune, bei der der Auswuchs an mehreren Stellen belassen wird
Formbäume
und Bauteile aus Waldbäumen, die sich baumschulmäßig heranziehen lassen
Formbäume
und Baumteile, aus Waldbäumen, die sich baumschulmäßig heranziehen
lassen
Naturzaun
mit Auswuchs aus verschiedenen Baumarten hergestellt
Friedhofszaun,
der eine teils geschlossene, teils durchbrochene Wand bildet
Gartenzaun
mit anschließendem Laubengang und wasserdichtem Dach aus lebendem Holz
Eine
Eisenbahn- Wartehalle mit eingewachsenem Fenster
Ein
Koppelstall mit runden Ecken
Ein
Gartenhaus mit teils geschlossenen, teils durchbrochenen Wänden
Ein
Gartenhaus, bei dem das Vordach von vier einzelstehenden Bäumen
getragen wird
Querschnitt
durch ein Regendach über einem Parkweg, das in beliebiger Länge
angelegt werden kann
Querschnitt
durch eine wasserdichte Allee, die in beliebiger Länge angelegt werden
kann
Querschnitt
einer Säulenhalle, bei der eine Seite aus einer geschlossenen Wand
besteht
Überdachter
Standplatz für Wagen und Maschinen
Querschnitt
durch die Überdachung eines Arbeitsplatzes mit Oberlicht.
Lager-
und Gerätehaus, das auch zur Einfahrt für zwei beladene Erntewagen Raum
bietet
Grundriß
zu einem vierteiligen Geflügelhaus, Vorderansicht und Seitenansicht des
Geflügelhauses
Eine
lebende Brücke mit einer Spannweite von acht Metern
Überführung
einer Schlucht durch die Kronen der Bäume
Ein
Hochstand mit einer bequem gewachsenen Treppe
Ein
Überwinterungshaus für Rüben, Kartoffeln, Obst, Gemüse und nicht
winterharte Pflanzen
Stützwand
an einem Anhang (Hinterfüllung der Wand)
Abhangsbefestigung
unter gleichzeitiger Schaffung von Überwinterungsräumen für Rüben und
Kartoffeln
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