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Fachbuch: Silber 1880-1940 - Art Nouveau | Art Déco

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Fachbuch: Silber 1880-1940
Art Nouveau | Art Déco
Autorin: Annelies Krekel-Aalberse


Die Publikation leistet mit brillanten Abbildungen der einzelnen Objekte und mit ebenso profunden wie gut verständlichen Texten der niederländischen Silber-Expertin Annelies Krekel-Aalberse einen bedeutenden Beitrag zum Verständnis der Design-Entwicklung der Zeit von 1880 bis 1940.

Silber einmal anders! Nicht etwa Schmuck ist das Hauptthema der Publikation Silber 1880–1940, sondern edles Silbergerät der holländischen Privatsammlung Alfons Leythe, die einen hervorragenden Überblick über die Design-Entwicklungen von 1880 bis 1940 mit den wichtigen europäischen Stilepochen Art Nouveau und Art Déco bietet.

Der Schwerpunkt der Sammlung liegt auf Gebrauchsgegenständen rund um die festlich gedeckte Tafel: Kannen, Schalen, Platten, Bestecke, aber auch Zigarettenetuis, Aschenbecher, verschiedene Dosen oder ganze Cocktail-Service zeigen, wie weit verbreitet modernes Silberdesign um die Jahrhundertwende in ganz Europa war. Erstmals werden mit dieser Publikation die Arbeiten von Entwerfern und Silberwarenherstellern dieser Zeit in einer chronologischen Abfolge präsentiert. Dadurch wird der Wandel vom Imitieren und Kombinieren überkommener Stile im Historismus hin zur formalen Erneuerung in Jugendstil und Art Déco besonders deutlich. Zwei Tendenzen lassen sich beobachten: Eine, die ihren Ausgangspunkt in der formalen Erneuerung des Dekors nimmt, eine andere, die ihr Augenmerk auf die klar konstruierte Form selbst richtet und im Funktionalismus mit seiner Ästhetik der reinen, klaren Formen mündet. Die Silbergestaltung erweist sich hier als Teil einer alle Künste umfassenden und in ganz Europa stattfindenden, tiefgreifenden Veränderung, die sich – je nach Land und Künstler – aber individuell ausprägt.

Das Buch diente auch als Ausstellungskatalog für folgende erfolgreiche Ausstellungen:

Gemeentemuseum, Den Haag, NL vom 16.06. - 16.09.2001
Provinciaal Museum Sterckshof-Zilverzentrum, Antwerpen-Deume, NL vom 02.10. - 02.12.2001
Badisches Landesmuseum, Karlsruhe vom 15.12.2001 - 10.03.2002
Kestner-Museum, Hannover vom 21.03. - 02.06.2002
Deutsches Goldschmiedehaus, Hanau vom 02.09. - 04.11.2002
Gustav Lübcke Museum, Hamm vom 15.12.2002 bis 09.03.2003

Zu den Ausstellungen:

Ausstellung im Badischen Landesmuseum, Karlsruhe 15.12.2001 - 10.03.2002

In der um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert einsetzenden Wiederbelebung des Kunstgewerbes spielt die Gestaltung von Silbergerät eine bedeutende Rolle. Es waren vor allem Architekten, Bildhauer und Maler, die sich darum bemühten, „Schönheit“ in das tägliche Leben zu bringen und ihren Zeitgenossen klar zu machen, dass diese nicht mit traditionellem Dekorformen gleichzusetzen ist. Langsam wuchs das Bewusstsein für eine Ästhetik der reinen, schmucklosen Formen, die durch ihre Ausgewogenheit und tadellose Verarbeitung überzeugten. Die Reformbestrebungen erfassten ganz Europa, zeitigten allerdings durchaus regionale Ausprägungen und individuelle künstlerische Handschriften.

Von dieser Vielfalt ließ sich ein holländischer Privatsammler faszinieren, der in den letzten Jahren eine hervorragende Kollektion europäischen Silbergeräts der Zeit zwischen 1880 und 1940 zusammengetragen hat. Sie wird nun erst mal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In Deutschland ist das Badische Landesmuseum die erste Station, an der die Schätze der Sammlung Alfons Leythe ausgebreitet werden. Dabei kommt nicht nur das Silber in den Blick, das der festlichen Tafel oder dem Teetisch Glanz verlieh, sondern auch Cocktailshaker und Zigarettenetuis, Gürtelschließen, Dosen und andere Kleingeräte, in denen sich der im Verlauf eines halben Jahrhunderts vollziehende Wandel bürgerlicher Lebensformen und Moden niederschlägt.
In das vielfältige Bild der Silberproduktion dieser Zeit gehören die großen Manufakturen in England, Deutschland, den Niederlanden, Frankreich und Dänemark ebenso wie kleine individuell arbeitende Werkstätten.

Ausstellung im Deutschen Goldschmiedehaus, Hanau 15.09.2002 - 01.12.2002

Die Sammlung Alfons Leythe gibt einen Einblick in die ständige Erneuerung der Gestaltung des Silbergeräts zwischen 1880 und 1940. Der Schwerpunkt dieser Privatsammlung liegt auf den größeren Gebrauchsgegenständen, der sogenannten Korpusware. Es wurde schon um 1900 - vor allem in Deutschland - eine beeindruckende Anzahl moderner Bestecke entworfen, doch ging es dem Sammler nicht darum, eine exemplarische Bestecksammlung aufzubauen, er gab vielmehr den Gegenständen rund um die festlich gedeckte Tafel den Vorzug.

Im Laufe der Jahre entdeckte er, dass auffallend viele Teeservice gefertigt wurden. Trotz der schon damals hohen Preise müssen sehr viele davon verkauft worden sein, wie man an den großen Stückzahlen ablesen kann, die heute Bestandteil öffentlicher Sammlungen sind. Im Vergleich dazu waren moderne Kerzenleuchter und Brotschalen eher selten. Auch Jardinieren mit Glas- und Metalleinsätzen sowie Fruchtschalen waren in dieser Zeit modische Gebrauchsgegenstände; ansprechend mit Blumen oder Früchten dekoriert, schmückten sie die Mitte der gedeckten Tafel.

Die Sammlung Alfons Leythe umfaßt nicht nur Tafelsilber. In den 20er Jahren wurde das Mixen von Cocktails besonders populär. In der “bar at home” verwendete man silberne Cocktailshaker, manchmal mit den dazu passenden Bechern und einem Eiseimer. Für Zigarettenraucher (und -raucherinnen!) wurden zum erstenmal höchst elegante, silberne Zigarettenetuis und auch silberne Aschenbecher entworfen. Gürtelschlaufen, Dosen und andere Kleinobjekte fallen natürlich nicht unter die Kategorie Korpusware, aber welcher Sammler gerät nicht ab und zu auf Abwege? Diese kleinen Objekte zeigen aber, wie weit verbreitet modernes Design in Silber um die Jahrhundertwende (Jugendstil/Art Nouveau) und bis um 1930 (Art Déco) waren.

Einige Arbeiten sind auffallend stark verziert, andere haben eine klar konstruierte Form, sie sind von Hand gearbeitet oder maschinell gefertigt, versehen mit einer gehämmerten oder einer glatten Oberfläche. Dank dieser Vielfalt ist die Forschung im Bereich der internationalen Silberschmiedekunst zwischen 1880 und 1940 für den Sammler und den Autor ein packendes Abenteuer.

Auf den Bildern sehen Sie das Buch. Ihr Exemplar wurde nicht für Fotos genutzt und ist noch ungelesen.

Autorin: Annelies Krekel-Aalberse
Verlag: Arnoldsche Art Publishers, Stuttgart
Erstauflage: 07/2001
Auflage: Erstauflage 2001
Seitenanzahl: 144 Seiten
Buchart: Softcover
Abbildungen: 161 Abbildungen in Farbe und Schwarzweiß, 76 Markenabbildungen
Sprache: Deutsch, Holländisch und Englisch
ISBN 10: 3-89790-161-7
ISBN 13: 978-3-89790-161-2
Größe: ca. 290 x 231 x 12 mm
Gewicht: ca. 950 Gramm
Zustand: neu, ungelesen
Besonderheiten: großes Markenverzeichnis

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