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Fachbuch: Fachbuch: Kirchengold & Tafelsilber
Die Sammlung von Silberarbeiten im Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund
Herausgeberin: Brigitte Buberl
Silberschmiedearbeiten aus der Sammlung des Museums für Kunst und Kulturgeschichte in Dortmund. Ausstellung im Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund vom 17. Mai bis zum 27. Juli 2008.
The catalogue presents the impressive collection of gold and silver craft from the collection of the Museum für Kunst und Kulturgeschichte in Dortmund. The objects document the history of church implements and table culture as well as the continuation of this ancient craft to the present day.
Der zur Ausstellung erscheinende Bestandskatalog präsentiert die beeindruckende Sammlung von Gold- und Silberschmiedegeräten des Museums, bereichert mit Geräten aus den Dortmunder Kirchen. Die Objekte stammen aus den überragenden Zentren der Goldschmiedekunst wie Augsburg und Nürnberg. Daneben finden sich seltene Prunkstücke herausragender Goldschmiede verschiedener Herkunft sowie über die Jahre gesammelte Beispiele der seltenen erhaltenen Dortmunder Goldschmiedekunst vom Mittelalter bis heute. Die Geschichte des Kirchengerätes und der Tafelkultur mit ihrem Höhepunkt im 18. Jahrhundert wird ebenso veranschaulicht wie das Fortbestehen der alten Kunst in Meisterstücken heutiger Silberschmiede. Diese Einzelstücke werden oftmals als Auflagen hergestellt und verbinden Industrie und Kunsthandwerk auf ideale Weise.
Silberschmiedearbeiten Dortmunder Provenienz sind allgemein erst seit dem 20. Jahrhundert bekannt, obwohl Dortmund auch früher schon eine reiche Produktion derartiger Luxusgüter aufweist. Dortmunder Stücke und solche aus den Zentren der Goldschmiedekunst Nürnberg und Augsburg, die aus dem Kunsthandel erworben wurden, bilden die Sammlung des Museums für Kunst und Kulturgeschichte. Die Ausstellung zeigt die Objekte in starkem Kontrast, indem sich immer Gegenstände gleichen Gebrauchs aus verschiedenen Jahrhunderten gegenüberstehen. So nimmt beispielsweise eine Kanne des 20. Jahrhunderts den Vergleich auf zu einer des 16. Jahrhunderts. Der zweite Teil der Ausstellung führt durch das gesamte Museum und zeigt die Objekte im Zusammenhang mit der Kultur ihrer Entstehungszeit.
Vorwort
Es ist nicht möglich, den Bestand der Silberarbeiten im Museum für Kunst und Kulturgeschichte zu bearbeiten, ohne Rolf Fritz und Horst Appuhn hervorzuheben, deren Forschungen die Grundlagen für die Beschäftigung mit dieser Form des Kunsthandwerks lieferten und deren Kataloge aus den Jahren 1965 und 1973 deshalb schon lange vergriffen sind. Aufbauend auf ihren Arbeiten, insbesondere der von Rolf Fritz, der zudem in langjährigen Bemühungen den Katalog der Silberschmiedearbeiten Dortmunder Provenienz erarbeitet hat, legen wir nun diesen neuen Katalog vor. Er dokumentiert zum ersten Mal den gesamten Schatz des Museums, zudem angereichert um Familienerbstücke und Kirchenbestände aus Dortmund und der näheren Umgebung. Die Sammlung des Museums für Kunst und Kulturgeschichte der Stadt Dortmund an Gold- und Silberschmiedegeräten besteht aus gutem, bisweilen sehr gutem Kunsthandwerk vom Mittelalter bis heute. Darunter finden sich Beispiele aus den Zentren der Goldschmiedekunst wie Augsburg und Nürnberg sowie seltene Prunkstücke herausragender Goldschmiede verschiedener Herkunft. Es ist eine ausgesprochen lehrreiche Sammlung, die sowohl die Kulturgeschichte des Essens und Trinkens als auch die Entwicklung der vasa sacra präsentieren kann. Das Museum hat sich immer bemüht, die Sammlung um Stücke Dortmunder Provenienz zu erweitern und zugleich zeitgenössisches Kunsthandwerk zu erwerben.
Ich danke allen Autoren, die zum Katalog beigetragen haben und die mit ihren Instituten selbst schon ein Teil der Wissenschafts- und Sammlungsgeschichte von Silbergerät geworden sind: Elisabeth Tillmann, Dokumentationsstelle für Dortmunder Kirchengeschichte im katholischen Zentrum Dortmund, und Ulrich Althöfer, Baureferat der evangelischen Kirche von Westfalen, Bielefeld, die in großem Stil das Inventar der katholischen und evangelischen Kirchen vom Mittelalter bis in heutige Tage bearbeiten; Hildegard Wiewelhofe, die für die Sammlung Huelsmann in Bielefeld und Rüdiger Joppien, der mit der Gründung der Handwerksmesse und seiner Sammlung am Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg, Zeichen gesetzt haben für das moderne Handwerk und Design. Julia Weber vom Bayerischen Nationalmuseum München zeigt den Gebrauch neuer Gefäßformen für die im 18. Jahrhundert in Mode gekommenen Getränke wie Kaffee, Tee und Schokolade. Gerd Dethlefs vom Westfälischen Landesmuseum Münster beschreibt das berühmte Silber der Familie Landsberg-Velen, von dem das Museum einige bescheidene Stücke besitzt. Der Freiherr von Fürstenberg-Herdringen stellt den festlich gedeckten Tisch zum Besuch König Wilhelms IV. im Jahr 1853 für die Ausstellung zur Verfügung, Michael Jolk beschreibt ihn. Wolfgang Homann, Direktor des Naturkundemuseums Dortmund a.D. und Kirsten Xani beschäftigen sich mit der Gewinnung und der Faszination von Gold und Silber, Materialien, die von jeher auch als Zahlungsmittel, als Schatz, benutzt wurden. Matthias Ohm vom Württembergischen Landesmuseum Stuttgart spürt den Dortmunder Schätzen und Münzen nach. Brigitte Buberl, die Kunsthistorikerin des Museums für Kunst und Kulturgeschichte und Verantwortliche für diese Ausstellung, folgt den Dortmunder Gold- und Silberschmieden durch die Jahrhunderte und eröffnet dabei den reichen Schatz, den der Katalog zu Ihrer Freude, verehrte Leser, zum Leuchten bringen soll. Für den Glanz der Stücke sorgte die Restauratorin Anngrit Gerber. Das schwierige Geschäft, ihn als ungewollte Spiegelungen aus den gelungenen Fotografien fern zu halten, besorgte die Museumsfotografin Madeleine-Annette Albrecht. Ins rechte Licht rückte sie der Designer Willi Otremba zusammen mit dem Druck-Verlag Kettler für den Deutschen Kunstverlag. Für die Einrichtung der Ausstellung waren im Zeitalter der Praktikanten drei besonders engagierte junge Damen tätig: Sabine Hessmann, Julia Gockeln und, als Designerin der Ausstellung, Anke Riemer.
Mein Dank geht insbesondere an Vorstand und Stiftungsrat der Stiftung für das Museum für Kunst und Kulturgeschichte für die Bereitschaft, Herausgabe und Druck des Kataloges zu finanzieren.
Wolfgang E. Weick
Leitender Städtischer Museumsdirektor
Es handelt sich hier natürlich um ein verlagsfrisches, ungelesenes Exemplar.
Autorin: Brigitte Buberl
Verlag: Deutscher Kunstverlag, Berlin und München
Erstauflage: 06/2008
Auflage: Erstauflage 2008
Seitenanzahl: 302 Seiten
Abbildungen: 206 farbige und 244 schwarzweiße Abbildungen
Buchart: Klappenbroschur
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3-422-06843-0
ISBN 13: 978-3-422-06843-8
Größe: ca. 270 x 208 x 20 mm
Gewicht: ca. 1.250 Gramm
Zustand: neu, ungelesen
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