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Fachbuch: Bauhausstil oder Konstruktivismus?
Aufbruch der Moderne in den Zentren
BERLIN – BAUHAUS – HANNOVER – STUTTGART – FRANKFURT
Herausgeber: Tobias Hoffmann
Was verbindet Wassily Kandinsky mit Marcel Breuer? Was die bildende Kunst mit dem Produktdesign der 20er Jahre? Der Konstruktivismus – seine Ideale und künstlerische Sprache haben die Ästhetik der Moderne maßgeblich beeinflusst. Nach Anfängen in Russland und in den Niederlanden entwickelt sich in den 20er Jahren Deutschland immer stärker zu einem wichtigen Schauplatz innerhalb dieser internationalen Bewegung. Berlin, Hannover, Stuttgart und Frankfurt werden neben dem Bauhaus zu etablierten Zentren, in denen konstruktivistische Künstler und Gestalter aus verschiedenen Ländern gemeinsam am ästhetischen Projekt der Moderne arbeiten. Der umfangreiche wie wissenschaftlich fundierte Katalog zeigt erstmals die enge Verbindung des Konstruktivismus mit der angewandten Gestaltung in Produktdesign, Grafikdesign und Architektur sowie deren gegenseitige Beeinflussung.
What is the connection between Wassily Kandinsky and Marcel Breuer? And between visual arts and industrial design during the 1920s? Constructivism – its ideal and artistic language have had a decisive influence on the aesthetics of Modernism. After the beginnings in Russia and the Netherlands, Germany increasingly developed into an important centre of this international movement. Alongside the Bauhaus, Berlin, Hanover, Stuttgart and Frankfurt became established as important locations where Constructivist artists and designers from a variety of countries worked together on the aesthetic project of Modernism. This extensive and well-researched catalogue shows, for the first time, the connection between Constructivism and applied design techniques in product design, graphic design and the architecture of the 1920s as well as their influence on each other.
Das Buch begleitete die gleichnamige Ausstellung Museum für Konkrete Kunst Ingolstadt ind der Zeit vom 10.10.08 bis 11.01.09.
Zur Ausstellung:
Bauhausstil oder Konstruktivismus?
Aufbruch der Moderne in den Zentren
Berlin – Bauhaus – Hannover – Stuttgart – Frankfurt
12. Oktober 2008 bis 11. Januar 2009
Der Konstruktivismus hat das Bild der Moderne stärker geprägt als jede andere Kunstrichtung des 20. Jahrhunderts. Nie standen bildende Kunst, Architektur, Typographie und Produktdesign in einer engeren Beziehung zueinander und haben sich gegenseitig stärker beeinflusst – so konnten die künstlerischen Ideen der 20er Jahre unmittelbar Eingang in die moderne Lebenswelt finden.
Die Ausstellung „Bauhausstil oder Konstruktivismus?“ im Museum für Konkrete Kunst Ingolstadt stellt dieses Phänomen erstmals vor dem Hintergrund der wichtigsten deutschen Schauplätze, an denen diese Entwicklung stattfand, umfangreich vor. Sie präsentiert Werke der wegweisenden Künstler, Gestalter und Architekten der 20er Jahre, etwa von Kurt Schwitters, El Lissitzky, Wassily Kandinsky, Mies van der Rohe, Marcel Breuer, Jan Tschichold oder Willi Baumeister.
Nachdem die konstruktivistische Kunst zu Beginn des Jahrhunderts in den Niederlanden (‚De Stijl') und in Russland (Suprematisten und Konstruktivisten um Kasimir Malewitsch und El Lissitzky) ihren Anfang genommen hatte, erfuhr sie in den 20er Jahren in Deutschland ihre entscheidende Fortentwicklung. Hier trafen Künstler aus verschiedenen Teilen Europas zusammen, um gemeinsam am ästhetischen Projekt der Moderne zu arbeiten. So haben etwa El Lissitzky, der Ungar László Moholy-Nagy und der Niederländer Theo van Doesburg für längere Zeit in Deutschland gewirkt.
Die bekannteste Institution der Moderne ist sicherlich das Bauhaus, das in der allgemeinen Wahrnehmung am nachhaltigsten mit fortschrittlichem Design und moderner Architektur verbunden wird – sowohl heute als auch bereits in den 20er Jahren. Doch auch in anderen Städten wurden bedeutende Meilensteine für die Entwicklung der modernen Gestaltung gesetzt.
Berlin kam hierbei die Rolle des wichtigsten Sammelbeckens zu, in dem viele Künstler erstmals zusammentrafen. Aber auch die Weißenhofsiedlung in Stuttgart, das Projekt Das Neue Frankfurt sowie die Künstlergruppe die abstrakten hannover und die Grafikervereinigung ring neue werbegestalter in Hannover waren bestimmend für die Ästhetik der Moderne. Auffällig sind hierbei der enge Austausch, der zwischen diesen Zentren stattfand, und die enge Zusammenarbeit der Künstler untereinander.
In Ingolstadt werden Arbeiten der wichtigsten konstruktivistischen Künstler der 20er Jahre wegweisenden Werken aus dem Bereich der angewandten Kunst gegenübergestellt. Produktdesign, Typographie und Architektur werden so in den Kontext der bildenden Kunst eingebunden, wodurch die gegenseitigen Einflüsse offensichtlich werden. Angesichts des bevorstehenden Jubiläumsjahres des Bauhauses 2009 soll die Ausstellung zeigen, dass nicht nur am Bauhaus, sondern auch an anderen Orten und Institutionen ebenso entscheidende und für die Gestaltung der modernen Lebenswelt teilweise entscheidendere Entwicklungen stattgefunden haben.
Herausgeber: Tobias Hoffman
Texte: Amely Deiss, Tobias Hoffmann, Rasmus Kleine,Dorothea Niggemeier und Susann Scholl
Verlag: Wienand, Köln
Erstauflage: 10/2008
Auflage: 1. Auflage 2008
Seitenanzahl: 288 Seiten
Buchart: Leinen
Abbildungen: 226 Farbabbildungen
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3-87909-969-3
ISBN 13: 978-3-87909-969-6
Größe: ca. 302 x 216 x 30 mm
Gewicht: ca. 1.850 Gramm
Zustand: neu, ungelesen
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