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Fachbuch: Die Porzellanmanufaktur F. A. Schumann
in Moabit bei Berlin
Autoren: Dietmar Jürgen Ponert und Marion Webers-Tschiskle
Das hier angebotene Buch zeigt sehr viele Stücke der Berliner Manufaktur F. A. Schumann. Diese Fabrik war nur von 1827 – 1880 tätig und schuf als erste privat finanzierte und nicht staatlich privilegierte Firma künstlerisch hochwertige und doch für das Bürgertum erschwingliche Porzellane.
In diesem umfassenden Werk sind die über Jahrzehnte von Dr. med. Ulrich Echter (1918-1992) gesammelten Werke, die Objekte des Märkischen Museums ergänzt um Einzelobjekte zu sehen. Die wohl größte Sammlung des hochwertigen Porzellans.
Die Firmengeschichte wird sehr detailliert wieder gegeben. Das Werk ist das umfangreichste Werk zur Moabiter Manufaktur.
Ein Abriss über die Entwicklung des Stadteils Moabit in Berlin fehlt diesem Werk ebenso nicht.
Dieser Katalog entstand zur Ausstellung „Moabiter Barock – Die Porzellanmanufaktur F.A. Schumann zu Moabit bey Berlin“ im Berlin Museum vom 20. Februar bis 12. April 1993 als ein wissenschaftliches Werk.
Um 1800 wuchs der Druck auf die KPM Berlin, neben künstlerischen Höchstleistungen auch den sich nach und nach entwickelnden Bedarf an Haushalts-Porzellanartikeln zu befriedigen. Die Königliche Manufaktur weigerte sich jedoch, billige Porzellanartikel produzieren. Diese Aufgabe übernahmen nun in erster Linie private Hersteller. Mit der Manufaktur F.A. Schumann in Moabit war 1827 die erste private Porzellanmanufaktur in Berlin eröffnet und somit die Voraussetzung für die Herstellung „bürgerlichen“ Porzellans geschaffen worden. Sie hatte sich innerhalb weniger Jahre zu einem der größten Porzellanbetriebe entwickelt. Im Gegensatz zu den königlichen Manufakturen, die in ihrer Produktion den höfisch geprägten Stilvorbildern folgten, sorgten die privaten Manufakturen für eine allmähliche Verdrängung dieser Vorgaben zugunsten einer vielschichtigeren, bürgerlichen Geschmackskultur. Dem heutigen Betrachter bieten sie somit einen Einblick in das bürgerliche Leben des 19. Jahrhunderts vom Biedermeier bis zur Gründerzeit, und sie zeugen von dem Wandel des einst kostbaren Porzellans, das mehr und mehr zum Werkstoff für die Massenproduktion alltäglicher Gebrauchsgegenstände wurde. Einen Namen machte sich diese Manufaktur vor allem auch durch das Verfahren der Glanzvergoldung, das die aufwändige Politur überflüssig machte.
Inhaltsverzeichnis:
Dieter Jürgen Ponert
Einleitung
Arnulf Sieheneicker
Weißes Gold aus Moabit
Die Porzellanmanufaktur F.A. Schumann: Eine Firmengeschichte
Marion Webers-Tschiskale
Vom „Köchinnen-Vergnügen“ zum Industriestandort
Zur Entwicklung des Berliner Stadtteils Moabit
Arnulf Sieheneicker
Produktionsprozesse in der Manufaktur F. A. Schumann
Zur Porzellantechnologie im 19. Jahrhundert
Dörte Döhl, Eva Sprecher, Katja Widmann
Die Porzellane der Manufaktur F. A. Schumann
Eine Untersuchung zur Entwicklung ihrer Modellformen
Ilka Soennecken, Marion Webers-Tschiskale
„Alles vorzüglich vergoldet und gemalt zur Ansicht …“
Malerei und Dekore auf den Porzellanen der Manufaktur F. A. Schumann
Ludger Mosler
Zum Verfahren der Glanzvergoldung in der Manufaktur F. A. Schumann
Annette Goebel
Konkurrierende Porzellan-Unternehmen in Moabit
Marcus Köhler
Die Porzellanmanufaktur Buckau
Günter Klose
Die Entwicklung der schlesischen Porzellanindustrie zur Konkurrenz der Porzellanmanufaktur F. A. Schumann im Zeitraum 1830-1870
Arnulf Sieheneicker
Vom Luxusgegenstand zum Gebrauchsgegenstand
Porzellan wird „wohlfeil“
Katalog
I. Bildplatten
II. Tee- und Kaffeegeschirre
III. Tafelgeschirre
IV. Gefäße und Geräte
V. Kuchenkörbe, Fruchtschalen und Cabaretts
VI. Vasen
Marion Webers-Tschiskale. Katja Widmann
Marken und Bezeichnungen auf Schumann Porzellan
Preiscouranten und Musterblätter
Quellen und Dokumente zur Geschichte der Porzellanmanufaktur F. A. Schumann
Marion Webers-Tschiskale
Stammtafel der Familie Schumann
Ilka Soennecken, Marion Webers-Tschiskale, Katja Widmann
Glossar
Abbildungsverzeichnis mit Fotonachweis
Index
Auf den Bildern sehen Sie das Buch. Ihr Exemplar wurde nicht für die Fotos genutzt und ist noch ungelesen.
Autoren: Dietmar Jürgen Ponert und Marion Webers-Tschiskle
Herausgeber: Stiftung Stadtmuseum Berlin
Jahr: 1993
Seitenanzahl: 563 Seiten
Bilder: zahlreiche farbige und s/w-Abbildungen
Buchart: Softcover
ISBN 10: 3-89433-171-2
ISBN 13: 978-3-89433-171-9
Größe: ca. 280 x 210 x 38 mm
Gewicht: ca. 2.600 Gramm
Zustand: neu, ungelesen
Besonderheit: wissenschaftliche Aufbereitung, Markenverzeichnis
Dieses Buch ist auch in Halbleder gebundener Ausgabe für 89,80 Euro lieferbar (ISBN: 978-3-89433-172-6).
Hier ab nur 49,80 EUR.
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