Hanse Kogge Neu & OVP
Revell 05411
Bausatz, Maßstab 1:72
137 Bauteile, Länge 417 mm, Höhe 392 mm
Typbeschreibung: Frachtschiff
Baujahr/Zeitraum: 12. Jahrhundert
Herkunft: D
Geschwindigkeit: 6 kn
Seit dem 12. Jahrhundert wurden Koggen als Handelsschiffe vom Baltikum bis ins Mittelmeer eingesetzt. Hunderte Schiffe fuhren nach England, Belgien, Frankreich und Portugal um Wein, Wolle, Salz, Öl, Tuch, Südfrüchte und Silber zu kaufen. Mit Schweden, Dänemark und Deutschland wurde Stockfisch, Wachs, Getreide, Holz, Salz, Kupfer, Pelzwerk und Bernstein gehandelt. Die Kogge erlangte für die Kaufleute eine so große Bedeutung, dass es zum Synonym für die Hanse geworden ist. Mit den frühen Koggen vollzog sich der Entwicklungsschritt vom wattenmeertauglichen Küstenschiff zum hochseetüchtigen Handelsschiff.
Neben den vier Haupthandelshöfen der hansischen Gemeinschaft in Nowgorod, Brügge, Bergen und London (1266 erhielten Hamburger Kaufleute in London das Handelsrecht durch König Heinrich III.) etablierten sich viele Städte an der Nord- und Ostseeküste und an schiffbaren Flüssen zu mächtigen Hansestädten. So entstand Elbing 1237 in der Nähe von Danzig als befestigte Siedlung. Die Hauptmerkmale einer Hansekogge aus dem 13. und 14. Jahrhundert sind seine geraden, schräg ausfallenden Vor- und Achtersteven, ein einzelner Mast mit Rahsegel, ein Bug- und Heckkastell und ein am Achtersteven befestigtes Steuerruder. Die Koggen waren bei einer Tragfähigkeit von 100 bis 200 Tonnen Handels- und Kriegsschiff zugleich. Seit Mitte des 14. Jahrhunderts kamen auch in Nordeuropa die ersten Schiffsgeschütze zum Einsatz. Im ausgehenden 14. Jahrhundert löste der Holk die Kogge ab.
- Abziehbilder der Elbing Version
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