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Lokdecoder LD-W-32 für Wechselstrommotore, 5-er Pack
mit angelöteten Anschlusskabel
Hersteller: tams elektronik
Format: DCC + MM
Anzahl der Adressen:
MM: 255
DCC: 127 Basis-Adressen, erweiterte Adressen (bis 10.239, CV 17 u. CV
18) u. Consist-Adresse (CV19)
Anzahl der Fahrstufen:
MM: 14 oder 27
DCC: 14, 28 oder 128
Schaltfunktionen: 2 verschiedene,
programmierbar
Geschwindigkeitskennlinie: Einstellung über
Startspannung (CV 2) und Maximalspannung (CV 5)
Zweite Geschwindig- keitskennlinie: ja.
Rangiergang: Ja.
Anfahr- / Bremskennlinie: Programmierbar über
Beschleunigungs- (CV 3) und Bremsrate (CV 4)
RailCom-fähig: ja
Max. Gesamtstrom: 1.500 mA
Platinenabmessungen: ca. 22 x 17 x 3,8 mm
Ansteuerung im
Digitalbetrieb:
Der Lokdecoder LD-W-32 ist ein Multiprotokoll-Lokdecoder, der sowohl
Signale im DCC-Format als auch im Motorola-Format auswertet. Er erkennt
automatisch, in welchem Format die Zentrale die Signale an seine Adresse
sendet.
Der Adressumfang ist von dem Format abhängig, mit dem der Decoder
angesteuert wird.
Motorola-Format: 255 Adressen
DCC- Format: 127 Basis-Adressen oder 10.239 erweiterte Adressen
Im DCC-Format kann der Decoder in allen Fahrstufenmodi (14, 28 oder 128
Fahrstufen) angesteuert werden.
Im Motorola-Format kann der Decoder mit 14 oder 27 Fahrstufen betrieben
werden. Die Ansteuerung aller 27 Fahrstufen ist nur mit Zentralen möglich,
die diesen Modus im Motorola-Format unterstützen (z.B. MasterControl).
Bei Zentralen, die nur die Ansteuerung von 14 Fahrstufen unterstützen,
kann nur jede zweite verfügbare Fahrstufe angesteuert werden.
Die Programmierung des Decoders erfolgt für das DCC-Format über die
Einstellung der Konfigurationsvariablen (DCC-konform), für das
Motorola-Format über Register.
Ansteuerung im
Analogbetrieb:
Der Lokdecoder LD-W-32 kann auch in analogen Modellbahnanlagen
eingesetzt werden. Er kann sowohl mit einem Wechselstrom- als auch mit
einem Gleichstrom-Fahrregler betrieben werden. Sobald das Fahrzeug auf
das Gleis gestellt wird, erkennt der Decoder automatisch, ob er analog
oder digital angesteuert wird, und stellt den entsprechenden
Betriebsmodus ein. Die automatische Analogerkennung kann abgeschaltet
werden.
Das Ein- und Ausschalten der Funktionsausgänge ist im Analogbetrieb
nicht möglich. Sie können so programmiert werden, dass sie im
Analogbetrieb entweder an- oder ausgeschaltet sind. Die Effekte, die für
die Ausgänge eingestellt sind, sind auch im Analogbetrieb aktiv.
Ausgänge, die mit F0 geschaltet werden, werden im Analogbetrieb
entsprechend der Fahrtrichtung ein- oder ausgeschaltet.
Motoransteuerung:
Der Motor wird mit einer PWM von 60 Hz oder 480 Hz angesteuert. Dadurch
wird ein leiser und gleichmäßiger Lauf des Motors gewährleistet. Der
Decoder ist damit auch zur Ansteuerung von Glockenanker-(Faulhaber-)
Motoren geeignet.
Geschwindigkeitskennlinie:
Durch Einstellung der Anfahr- und der Höchstgeschwindigkeit kann der
Decoder an die Fahreigenschaften des Motors und die charakteristischen
Fahrgeschwindigkeiten des Loktyps angepaßt werden. Aus der Anfahr- und
der Höchstgeschwindigkeit erzeugt der Decoder eine lineare
Geschwindigkeitskennlinie.
Wenn der Fahrstufenmodus auf 28 Fahrstufen eingestellt ist, kann
alternativ zur linearen Geschwindigkeitskennlinie jeder der 28
Fahrstufen eine beliebige Motorspannung zugeordnet werden. Dieses ermöglicht
die Erstellung einer an die individuellen Fahreigenschaften des Motors
angepaßten Geschwindigkeitskennlinie. Die eingestellten Werten werden
in der alternativen Geschwindigkeitstabelle abgespeichert.
Rangiergang:
Bei entsprechender Programmierung kann über eine Funktionstaste in den
Rangiergang umgeschaltet werden. Im Rangiergang wird die Geschwindigkeit
aller Fahrstufen um ca. 50 % gegenüber der eingestellten
Geschwindigkeit reduziert.
Nothalt:
Bei einem Richtungswechsel wird automatisch ein Nothalt ausgeführt.
Funktionsausgänge:
Der Decoder hat 2 Funktionsausgänge mit einem maximalen Strom von je
300 mA, an die nach Bedarf Verbraucher angeschlossen werden können
(z.B. Beleuchtung, Rauchgenerator, etc.). Der maximale Gesamtstrom des
Decoders (einschließlich Motorstrom) beträgt 1.500 mA.
Die Funktionsausgänge werden im DCC-Format über die Funktionstasten F0
bis F12 geschaltet. Im Motorola-Format werden die Funktionsausgänge über
die Funktionstasten F0 bis F4 geschaltet. Die Funktionen F5 bis F9 können
über die Funktionstasten F1 bis F4 und F0, die einer zweiten
Decoderadresse zugeordnet werden, geschaltet werden. Die Funktionen F10
bis F12 stehen im Motorola nicht zur Verfügung.
Die Zuordnung der Funktionstasten zu den Funktionsausgängen des
Decoders ist frei wählbar. Es ist möglich, einem Funktionsausgang
mehrere Funktionstasten zuzuordnen.
Effekte der
Funktionsausgänge:
Für alle Funktionsausgänge können einzeln die folgenden Effekte
eingestellt werden:
Dimmfunktion: Die Spannung, die
am Ausgang anliegt, kann durch entsprechende Programmierung reduziert
werden. Anwendungs-beispiel: Die für den Analogbetrieb vor-gesehenen
Birnchen älterer Fahrzeuge können gedimmt werden und müssen dann nach
dem Einbau des Decoders nicht ausgetauscht werden. Es besteht außerdem
die Möglichkeit, die Spannung in Abhängigkeit von der Fahrtstufe zu
dimmen. Damit lässt sich z. B. eine schwache Rauchentwicklung beim Halt
oder eine ausgeschaltete oder gedimmte Führerstandsbeleuchtung während
der Fahrt realisieren.
Blinkfunktion: Die Frequenz und
das Tastverhältnis der Blinklichter können eingestellt werden.
Anwendungsbeispiel: Einzel- und Wechsel-blinklichter oder Strobe
(Aufblitzen).
Fahrtrichtungsabhängiges Schalten: Jeder Ausgang kann so programmiert
werden, dass er in Abhängigkeit von der Fahrtrichtung geschaltet wird.
Sonderfunktion für Fahrstufe 0:
Eine Funktion kann so programmiert werden, dass sie bei Fahrstufe 0
andere Funktionen abschaltet und bestimmte Funktionsausgänge
einschaltet. Anwendungsbeispiel: In manchen BWs ist es üblich, dass bei
kurzfristig abgestellten Loks vorn und hinten das Schlusslicht
eingeschaltet wird.
Rückmeldung mit RailCom:
RailCom ist ein Protokoll zur bi-direktionalen Kommunikation in
digitalen Modellbahnanlagen, die im DCC-Format gesteuert werden. Es ermöglicht
z. B. die Rückmeldung der Adresse und der CV-Einstellungen von den
Decodern zur Digitalzentrale oder zu speziellen Empfängerbausteinen
(Detektoren). Die Decoder müssen dafür ausgelegt sein, die sogenannten
RailCom-Messages zu senden.
Der LD-W-32 sendet (fortlaufend) die (Basis-, erweiterte oder Consist-)
Adresse an die Detektoren (sogenananntes RailCom Broadcast Datagramm)
und übermittelt auf einen entsprechenden RailCom-Auslesebefehl hin eine
CV-Meldung.
Das Versenden von RailCom-Messages ist nur in Anlagen möglich, in denen
ein DCC-Signal an den Schienen anliegt. Daher ist die Nutzung der
RailCom-Funktion in einer reinen Motorola-Umgebung nicht möglich,
sondern nur dann, wenn mindestens ein beliebiger anderer Decoder auf der
Anlage im DCC-Format angesteuert wird.
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