5 Langspielplatten - Box in top Erhaltung.
WALTER GIESEKING : MOZART - SÄMTLICHE KLAVIERSONATEN. 5 LP's in illustr. Box mit 4seitigem illustr. Textheft. EMI Dacapo 1C 197-03 133/37 M.
Nur als Suchworte: Klavier Piano Flügel Sonate Sonaten Wolfgang Amadeus Mozart Soloklavier Instrumentalmusik Klassik
Walter Wilhelm Gieseking (* 5. November 1895 in Lyon; † 26. Oktober 1956 in London) war ein in Frankreich und Italien aufgewachsener deutscher Pianist.
Gieseking wuchs an der französischen und italienischen Riviera auf. 1911 übersiedelten seine Eltern nach Hannover. Dort erhielt er seinen ersten geregelten Klavierunterricht bei Karl Leimer am damaligen Städtischen Konservatorium. Nach dem Ersten Weltkrieg verschaffte er sich bald einen Namen als Konzertpianist in Europa, nach 1926 auch in Amerika. In dieser Zeit hatte er seinen festen Wohnsitz in Wiesbaden. 1947 folgte er einem Ruf als Professor und Leiter einer Meisterklasse an der Hochschule für Musik Saar. Dieses Amt behielt Gieseking bis zu seinem Tod 1956 bei. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Nordfriedhof in Wiesbaden.
Grundlage von Giesekings Technik war die von Leimer entwickelte und von Gieseking weiter ausgebaute Methode ("Leimer-Gieseking"). Merkmale dieser Methode sind: Relaxation (Entspannung der Muskeln), Gedächtnistraining durch Lernen des Notentextes ohne Instrument, Erziehung des Gehörs durch höchste Konzentration beim Üben, Verbannung von geistlosem Drill und unbedingtes Festhalten an der Notation. Einbeziehen des gesamten Armes beim Spiel (Gewichtsspiel), aber auch konventionelle Ausbildung der Finger, allerdings ohne die in der älteren Klaviermethodik oft zu beobachtende Starrheit und Verkrampfung. Technik wird nur in Verbindung mit dem Studium von Originalwerken entwickelt, also keine eigenen Fingerübungen bzw. Etüden. Einzelheiten im Technischen: Unterarmrollung statt Daumenuntersatz bei Tonleitern und gebrochenen Akkorden, Verzicht auf Fingerwechsel bei repetierten Noten.
Der zu Lebzeiten als Mozart-Spieler, besonders aber als unvergleichlicher Debussy-und Ravel-Interpret verehrte Gieseking beherrschte darüber hinaus ein umfangreiches Repertoire am Klavier. Gieseking verfügte über eine Delikatesse des Anschlags und einen immensen Klangfarbenreichtum, die ideal für die Werke der französischen Impressionisten waren, gegenüber seinen Beethoven-Interpretationen aber Kritik auf den Plan rief – so meinte sein Kollege Claudio Arrau, Giesekings Ton passe nicht zu den Sonaten des Bonner Meisters. Dennoch spielte er bereits mit 20 Jahren alle Beethoven-Sonaten an sechs Abenden.
Gieseking darf als einer der genialsten Pianisten aller Zeiten betrachtet werden. Auf keinen anderen trifft der Begriff Klavier"spiel" so zu, wie auf ihn. Er hat gezeigt, dass Klavierspielen leicht sein kann, wenn der Körper nicht durch unnötige Starrheit die Leichtigkeit und Gelöstheit hemmt. Die Fähigkeit, geistig-klangliche Vorstellungen unmittelbar in Spielbewegungen umzusetzen, macht ihn zu einer bis heute unerreichten Ausnahmeerscheinung. Giesekings Gedächtnis und seine Fähigkeit, vom Blatt zu spielen, waren nahezu konkurrenzlos und ermöglichten ihm, ein riesiges Repertoire aufzubauen und soeben gehörte oder gelesene Werke sofort vor Publikum darzubieten. Er war nicht nur einer der ersten Pianisten – neben dem Komponisten selbst – die sich an das 2. und 3. Klavierkonzert von Sergej Rachmaninow wagten (es existieren Konzertmitschnitte unter Mengelberg), sondern führte auch zahllose damals zeitgenössische Werke von Komponisten wie Albéniz, Busoni, Hindemith, Krenek, Marx, Pfitzner, Schönberg, Schreker, Strawinski und Szymanowski auf.
(Quelle : WIKIPEDIA)
Verkauf gegen Vorabüberweisung binnen 10 Tagen INKLUSIVE INLANDS-VERSAND