Roel van Duyn:
* Die Botschaft eines weisen Heinzelmännchens *
* Das politische Konzept der Kabouter *
Eine Betrachtung über das philosophische Werk von Peter Kropotkin in Verbindung mit der heutigen Wahl zwischen Katastrophe und Heinzelmännchenstadt.
Aus
dem Holländischen übersetzt von Annalys Bokemeyer. Wuppertal:
Jugenddienst- Verlag, 1971, 1. Auflage. Taschenbuch, 95 Seiten.
Artikelzustand: neu.
„Es ist die Hoffnung, nicht die Verzweiflung, die erfolgreiche Revolutionen macht.“
(Kropotkin)
Der
„langhaarige Anarchist“ stellt hier das politische Konzept
der niederländischen Kabouter vor und verknüpft diese
Einführung mit einer Analyse der Schriften des anarchistischen
Biologen Peter Kropotkin in Hinblick auf Anarchismus und
hierarchiefreie Organisation und ihre Möglichkeiten damals und
heute. Dabei wird besonders Kropotkins „Gegenseitige Hilfe in der
Tier- und Menschenwelt“ in Hinblick auf Altruismus und Aggression
genauer betrachtet.
Klappentext (Auszug):
„Der
neue langhaarige Anarchismus ist eine Begleiterscheinung des
Massenauftritts rückgekoppelter individueller
Heinzelmännchen. Es liegt an uns, aus neuen Perspektiven neue
Wirklichkeit werden zu lassen.
Peter
Kropotkin war ein früh geborenes Kulturheinzelmännchen. Er
war stadtländischer Mensch, Wohnnomade, praktischer Theoretiker,
intellektueller Gärtner, altruistischer Egoist, besonnener
Agitator und nicht zuletzt ein wissenschaftlicher Utopist.“
Inhalt:
* Leitgedanken *
* Ein universaler Spezialist *
* Wie es oben ist, so ist es auch unten *
* Der Pfauenaugenschmetterling oder Der Wechselstrom zwischen Zusammenarbeit und Aggression *
* Die Ehe zwischen Liebe und schöpferischem Handeln *
* Der provozierende Mensch von Morgen ist das rückgekoppelte Heinzelmännchen *
Zum Autor:
Roel
van Duyn war ein Rädelsführer der Provos und Kabouters.
Während die Provos wild und individualistisch waren, verstanden
sich die Kabouters als konstruktive, ökologisch orientierte
Bewegung. Bei den Amsterdamer Gemeindewahlen kamen sie mit 12% und 5
Sitzen in den Gemeinderat und chaotisierten erfolgreich das Parlament.
Nach
Gründung der PPR, Radikale Partei, wurde Roel van Duyn sogar
Bürgermeister, 1976 wurde er durch ein Mistrauensvotum von
Kommunisten und Sozialisten gestürzt. Van Duyn geriet vor allem
wegen seiner radikalen Antiatompolitik und der Forderung nach einer
Ökosteuer zur Finanzierung regenerativer Energien in die Kritik.
Später war er einige Jahre lang Biobauer, und blieb ansonsten der
Provokation treu.
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