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MOBY DICK oder der Wal von Hermann Melville
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Beschreibung
"Moby Dick" oder Der Wal
Roman
von Herman Melville
Moby Dick gilt als das bedeutendste Prosawerk des amerikanischen Symbolismus. Der monumentale Roman verbindet Abenteuergeschichte, Walkunde und philosophische Reflexion.
Ismael, dessen Vorgeschichte und Lebenssituation im Dunkeln bleiben, beschließt wieder einmal zur See zu fahren, um »den Trübsinn zu verjagen«. Er begibt sich zunächst nach New Bedford (Massachusetts), dem Zentrum des amerikanischen Walfangs. Dort muss er in der Herberge das Bett mit dem Polynesier Quiqueg teilen, der jedoch rasch zu seinem Busenfreund wird. Bald fahren die beiden weiter nach dem älteren Walfängerhafen Nantucket, wo sie auf der »Pequod« anheuern.
Erst als sie bereits einige Tage unterwegs sind, bekommen sie ihren Kapitän zu Gesicht: Ahab. Seitdem er im Kampf mit dem weißen Wal Moby Dick ein Bein verloren hat, ist er voller Hass und kennt nur ein Ziel: Rache an dem Tier zu nehmen. Es gelingt ihm, seine Mannschaft einschließlich des zunächst skeptischen Maates Starbuck für dieses Ziel zu begeistern.
Monatelang kreuzt die »Pequod« in der See, fängt Wale und füllt ihre Öllager, begegnet anderen Schiffen und entkommt glücklich Unwettern ebenso wie Piraten. Im Pazifik trifft sie schließlich auf Moby Dick. Die Jagd auf ihn dauert drei Tage. Obwohl der weiße Wal ein Boot nach dem anderen zerstört und sogar die »Pequod« zum Sinken bringt, hält Ahab an seinem Ziel fest, bis er von seinem eigenen Harpunenseil in die Tiefe gerissen wird. Nur Ismael überlebt die Katastrophe – an den Sarg geklammert, den Quiqueg sich in einer düsteren Vorahnung gezimmert hat.
Über den Autor:
Im Meer der Weltliteratur hätte Herman Melville mit seinem fulminanten Roman "Moby Dick oder Der Wal" beinahe Schiffbruch erlitten. Als das Buch um den grausamen Rachefeldzug Kapitän Ahabs 1851 erschien, blieb es weitgehend unbeachtet und wurde von amerikanischen Kritikern gar als "übel zusammengeschusterte Mischung aus Abenteuerroman und Tatsachenbericht" verrissen.
Da half es auch nichts, dass "Moby Dick" jenseits des Atlantiks viel wohl wollender aufgenommen wurde: Die positiven Rezensionen drangen zu Melville nicht vor. 1891 starb Melville, der längst im Strudel der Kritik untergegangen war, völlig verarmt und nahezu vergessen in New York. Auch wenn "Moby Dick" eine traurige Wendemarke darstellt in Melvilles Karriere, so ist der Roman heute als eines der größten Epen der amerikanischen Literatur allgemein anerkannt.
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