|
|  |
|
|
Kunst und Staat - Sieghart Ott
|
|
|
|
|
Beschreibung
108R0620712
Sieghart Ott
Kunst und Staat
Der Künstler zwischen Freiheit und Zensur
Deutscher Taschenbuch Verlag, Originalausgabe 1968
Taschenbuch, 200 Seiten
Zustand des Buches: Gut (Schnitt ist nachgedunkelt)
Über dieses Buch:
". . . Sie finden da Portraits, die, ich möchte fast sagen, in eine Ausstellung von Karikaturen gehören. Sie finden Landschaften, bei denen man zweifelt, ob man besonders häßliche Gegenden aufgesucht hat . . . Ein Chaos von Strichen, von denen man nicht weiß, ob es ein Mensch, ein Tier, ein toter Gegenstand oder eine Landschaft ist . . . Oft hat man den Eindruck, daß es dieselben Striche sind, mit denen achtjährige Knaben ihre ersten Kunstleistungen beginnen. Wir haben es hier mit einer Richtung zu tun, die von meinem Laienstandpunkt aus eine Entartung bedeutet, ein Symptom einer krankhaften Zeit."
55 Jahre liegen zwischen der herben Kunstkritik des Abgeordneten Vorster im Preußischen Landtag und der Gegenwart. Eine Definition dessen, was Kunst sei, ist jedoch auch heute noch außerordentlich schwer zu geben. So viel läßt sich indes, was das Verhältnis zwischen Staat und Kunst angeht, sagen : der Staat ist in seinem ganzen Gefüge statisch - die Kunst dagegen ihrem Wesen nach revolutionär. Der Künstler lebt heute nicht mehr mit oder in der Gesellschaft, sondern neben ihr; die Gesellschaft betrachtet den Künstler nicht als ihr Teil, sondern als einen suspekten und unverständlichen Außenseiter. Das Verhältnis des Staates zur Kunst ist tiefgreifend gestört.
Der Autor, Jurist und Kunstsachverständiger, legt in seiner Analyse die Wurzeln dieser Entfremdung frei und beschreibt Möglichkeiten, die Kunst als Ausdruck ihrer Zeit zu integrieren und ihr Wesen aus dem Selbstverständnis des Künstlers zu erschießen.
|