Hitlers neue Reichskanzlei
"Haus des Großdeutschen Reiches" 1938-1945
Zeitgeschichte in Farbe
176 Seiten, zahlreiche farbige Fototafeln sowie Fotos und Pläne, gebunden, Atlas-Großformat
Die neue Reichskanzlei war ab 1939 offizieller Amtssitz Adolf Hitlers. Hier fanden Staatsbesuche Empfänge und Zeremonien statt. Persönlichkeiten aus Militär und Partei, internationale Gäste und Künstler zeichnen ein schillerndes Porträt der Reichshauptstadt. Am 11. Januar 1938 erhielt der Architekt Albert Speer von Hitler den Auftrag, in der unmöglich erscheinenden Bauzeit von nur zwölf Monaten eine neue Reichskanzlei im Zentrum von Berlin zu erbauen. Speer bat sich eine Nacht Bedenkzeit aus und nahm danach den Auftrag an. Mit Tausenden von Arbeitern, die teilweise nachts bei Flutlicht oder bei Frost auf der künstlich erwärmten Baustelle arbeiteten, hielt er den Terminplan ein.
Für Einrichtung und Ausstattung des Gebäudes verpflichtete er führende Künstler seiner Zeit wie Prof. Arno Breker, Prof. Hermann Kaspar, Prof. Schmid-Ehmen und Prof. Josef Thorak.
Am 12. Januar 1939 erlebte die Neue Reichskanzlei mit dem Neujahrsempfang für das Diplomatische Korps ihre erste öffentliche Veranstaltung. Es folgten Künstlerempfänge, Treffen mit Parteifunktionären und Militärs, Staatsbesuche, Zeremonien und sogar Totenfeiern für Reinhard Heydrich und Dr. Franz Gürtner. Das Gebäude erfüllte nicht nur repräsentative Zwecke, es war zugleich der Regierungssitz des Dritten Reiches, der in seinen 420 Räumen u.a. die Leitung der Reichskanzlei unter Dr. Hans-Heinrich Lammers und die Präsidialkanzlei unter Dr. Otto Meißner beherbergte.
In atemberaubenden, bisher meist unveröffentlichten Farbfotos wandeln wir durch die reizvolle Architektur des Gebäudes, erleben Empfänge und andere Veranstaltungen, sehen die führenden politischen und militärischen Akteure jener Zeit und ihre Mitarbeiter - Sekretärinnen, Dolmetscher, Diener, Adjutanten. Zugleich erhalten wir einen Eindruck vom gesellschaftlichen und politischen Leben Berlins im Dritten Reich: die Internationale Automobil-Ausstellung, die Feierlichkeiten zu Hitlers 50. Geburtstag, die Parade zur Rückkehr der Legion Condor aus Spanien, öffentliche Ansprachen von Hitler zum l. Mai oder zum Heldengedenktag. Nur über den langen Untergang der Reichshauptstadt im alliierten Bombenhagel fanden sich in den Archiven keine farbigen Fotos. Das Ende des Dritten Reiches deuten nur die letzten Farbfotos von Hitler am Architekturmodell von Linz an, das im Februar 1945 im Eingangsbereich des Führerbunkers unter dem Gelände der Reichskanzlei aufgestellt worden war.
Die sachkundige Texteinleitung faßt die Baugeschichte dieses Großprojektes im Rahmen der geplanten Umgestaltung von Berlin zusammen und zeigt auf, welche politischen und militärischen Entscheidungen in der Neuen Reichskanzlei gefällt wurden.
Zusammen mit „Hitlers Berghof" und „Führerhauptquartier Wolfschanze" liegen jetzt drei Farbbildbände mit Aufnahmen von bisher unerreichter Qualität über die Schaltzentren des Dritten Reiches vor, die uns gestatten, Personen und Geschichte dieser Zeit hautnah zu erleben.
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