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Wenger, Michael - "250 Jahre Neues Schloß in Stuttgart"
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(bis 25. Feb. 2012, 13:15:09 MEZ) | |
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Beschreibung
Wenger, Michael – „250 Jahre Neues Schloß in Stuttgart –
Entwürfe und Ausstattungen von Herzog Carl Eugen bis König Wilhelm II.“
Softcover – 9,50 Euro - ISBN 3-929981-12-2
– Gewicht 340 g
Interne Bestell-Nr.:
01673wenger
Erschienen 1996 – Erstauflage –
Originalausgabe Verlag Staatsanzeiger für Baden Württemberg – die staatliche
Toto-Lotto GmbH Stuttgart hat im Rahmen ihrer Förderung der Staatlichen
Schlösser und Gärten dieses Buch ermöglicht – herausgegeben aus Anlass des 250.
Jubiläums der Grundsteinlegung 1746 in Zusammenarbeit mit der Verwaltung der
Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württembergs – mit vielen Fotos
Zustand des Buches: sehr gut,
außer minimaler Bestoßung von Ecken und Kanten keine weiteren relevanten
Gebrauchsspuren
Vor 250 Jahren, am 3. September 1746, legte
der 18jährige Carl Eugen von Württemberg den Grundstein zum Neuen Schloss in
Stuttgart. Nach langwierigen Vorplanungen und zähen Verhandlungen des Souveräns
mit der Stadt, der württembergischen Ständevertretung und dem „Geheimen Rat“
war der Entschluss gefallen, dem jungen Herzog eine zeitgemäße und seinem Rang
entsprechende neue Residenz zu errichten. Der Bau schritt zügig voran, bis der
eben vollendete Gartenflügel im November 1762 völlig ausbrannte. Da der Herzog
zudem zwei Jahre später die Residenz nach Ludwigsburg verlegte, kam der Bau
völlig zum Erliegen. Erst der Besuch des Großfürsten Paul von Russland im Jahr
1782 bot den Anlass, die Prunksäle und weitere Räume zur festlichen
Repräsentation fertigzustellen. Unter König Friedrich von Württemberg waren der
Schlossbau, die Dekoration und die Ausstattungen 1807 endlich komplettiert.
Alle folgenden Herrscher, Wilhelm I., Karl und Wilhelm II., ließen kleinere
oder größere Veränderungen in den Raumfluchten im Geschmack ihrer Zeit
vornehmen. Am Ende der Monarchie hatten alle wichtigen Stilepochen von der
Mitte des 18. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts im Schloss ihre Spuren
hinterlassen. Die Räume besaßen zum Teil hohe künstlerische Qualität, große
Eleganz und Harmonie. Zu Beginn der 20er Jahre richtete man in den Saalfluchten
das Schlossmuseum ein, das zum einen als „Führungsmuseum“ mit Stilzimmern und
zum anderen als „Sammlungsmuseum“ mit Beständen der Altertümersammlung (heute
im wesentlichen Württembergisches Landesmuseum) konzipiert war. 1944 wurde die
prachtvolle Schlossanlage mit ihren hervorragenden Ausstattungen in mehreren
Bombenangriffen zerstört. Glücklicherweise hatte man einen großen Teil des
mobilen Kunstgutes unter größten Schwierigkeiten geborgen. Als 1954 der Entschluss
zum Wiederaufbau des Neuen Schlosses gefallen war, beschränkte man sich darauf,
die Fassaden und einige Prunkräume in historischen Formen zu rekonstruieren.
Sie dienen seither dem Land Baden-Württemberg als Ort der Repräsentation. Die
Schlossflügel wurden für das Finanz- und das Kultusministerium im Inneren
modern und funktional ausgestattet. Das 250. Jubiläum der Grundsteinlegung zum
Neuen Schloss bietet den Anlass, die verschwundene Pracht vorzustellen. Das
Württembergische Landesmuseum Stuttgart, die Staatsgalerie Stuttgart und das
Haus der Geschichte Baden-Württemberg besitzen eine große Zahl historischer
Entwürfe ab der Zeit Carl Eugens, Raumansichten aus dem 19. Jahrhundert und
alte Photographien, die bisher nur in kleinen Ausschnitten präsentiert wurden.
Diese Schätze, der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt, werden in diesem Buch
in der zeitlichen Abfolge ihrer Entstehung präsentiert. Damit kann zu einem
Teil die komplexe und wechselvolle Nutzungsgeschichte der Räume nachgezeichnet
werden. Von einigen Sälen und Zimmern liegen Entwürfe und Ausführungen aus
unterschiedlichen Epochen vor, so dass eine Gegenüberstellung von Auffassungen
und Stilen möglich ist. Mit diesem Buch ist weder die Darstellung einer
vollständigen Baugeschichte, noch die der Stadtplanungen und Gartenentwürfe um
das Neue Schloss angestrebt. In erster Linie galt es, anhand des großartigen
Bildmaterials die Entwicklung der Raumdekorationen und der Nutzung
vorzustellen. Auch hier lassen sich in Zukunft durch archivarische Forschungen
weitere Einsichten gewinnen. Den einzelnen Abschnitten des Buches sind
schematische Grundrisse des Neuen Schlosses beigefügt. Sie sollen die
Orientierung im komplexen Raumgefüge des Neuen Schlosses erleichtern.
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