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Sie befinden Sich hier: Bücher » Kunst & Kultur » Malerei & Skulptur Artikel Nr.: 0034411615
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Lang, Hugo - "Das grosse Marienbuch"

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Lang, Hugo / Kirchdorfer, Anton Maria – „Das grosse Marienbuch – gewidmet seiner Heiligkeit Papst Johannes Paul II.“

Hardcover – 24,50 Euro - ISBN 3-89350-434-6 – Gewicht 1660 g – Neupreis 50,36 Euro

 

Interne Bestell-Nr.: 01038lang

 

Erschienen 1998 – erweiterte Auflage – Lizenz-Werksausgabe Weltbild Verlag Augsburg genehmigt durch Bild- und Verlagsanstalt Vaduz FL – mit 114 Bildern, davon 98 in Farbe

 

Zustand des Buches: wie neu, wurde nie gelesen

 

Die Farbtafeln dieses Bildbandes zeigen alle wesentlichen Mariendarstellungen in der Kunstgeschichte wie Hans Holbein, Fra Angelico, Lippi, Carracci, Velasquez, Bosch, Rubens, Breughel, Murillo, Boccati, Cranach, van der Werff, Rembrandt, El Greco, Memling, Reni, Altdorfer, Botticini, van Eyck, byzantinische Schule, Nowgoroder Schule, Botticelli, Dürer, da Vinci, Santi, Bellini, unbekannte Meister u.a. Maria in der Urkirche – Am Bild Mariæ haben alle christlichen Jahrhunderte gearbeitet. Schicht um Schicht haben sie aufgetragen. Auf einmal lässt sich der Reichtum der Züge, die es heute trägt, nicht fassen. War es wiederholt übermalt worden, so verstehen doch die Forscher, seine verschiedenen „Zustände“ aufzudecken. Möge es hier gelingen, den jeweiligen Stand des Marienglaubens und Marienkultes zu jeder christlichen Weltstunde verlässig zu schildern. Aus dem Grunde verstehen wir ja nur, was wir genetisch, aus seinem Werden verstehen. Gewiss versichert uns ein Wahrwort aus früher Zeit: „Was immer und überall und von allen geglaubt wurde, das ist echt katholisch.“ Das will aber nicht besagen, katholisch sei NUR das immer und überall und von allen Geglaubte. Sonst dürfen wir nicht von einer Entwicklung kirchlicher Lehre und Übung sprechen, von einem Werden und Wachsen, wie es doch der Herr selbst bestimmt hat, der sein Reich einem Samenkorn vergleicht, das sich verhundertfacht, dem winzigen Senfkorn, das zum mächtigen Baum wird, dem Sauerteig, der alles durchwirken soll. Seinen heiligen Geist wollte er alle Tage bis zum Ende der Zeiten seinen Jüngern erhalten, um sie vor Irrtum und Verlust zu sichern und in alle Wahrheit tiefer einzuführen. In allen Bereichen des Lebendigen erfüllt sich das Gesetz: jedes Wesen will festhalten, was ihm von Anbeginn eigen war bei ständig sich wandelnder Größe und Gestalt. Wie sollte es mit dem „lebendigen und lebensspendenden Wort Gottes“ anders stehen? Es ist nach dem Apostel „nicht anzubinden“, es fliegt durch alle Räume und Zeiten hin. Es bleibt in Ewigkeit unveränderlich und unerschöpflich, mögen auch Jahrtausende fortschreiten von Erkenntnis zu Erkenntnis dessen, was uns teilnehmen lässt an Gottes Wissen um sich selbst und um die Ratschlüsse seiner Liebe. „Forscher in der Schrift, sie ist es, die von mir Zeugnis gibt.“ Freudig gehorsam dieser Mahnung Christi, können wir uns dennoch die Meinung eines führenden Forschers nicht zu eigen machen, Wort Gottes sei ausschließlich das, „was zwischen den zwei Deckeln der Bibel steht.“ Wir suchen das Evangelium auch bei Zeugen, die uns Gott anderweitig beglaubigt. So erwies sich dem hl. Bernhard die Mutter Jesu als „das Anliegen aller Jahrhunderte“. Der Katholik lässt nicht, gleich den Reformatoren, das Glaubenswissen nur der ersten 4. Jahrhunderte, mit den Griechen das der ersten 7, gelten. Er kündigt seiner Kirche die Gefolgschaft nicht auf, wenn sie als spät erkannten Eigenbesitz aus Gottes Gnaden die „Unfehlbarkeit des Papstes“, die „Unbefleckte Empfängnis“ der Gottesmutter und ihre Himmelfahrt in ihre Verkündigung aufnimmt. Wir fürchten nämlich aus Erfahrung: Wer nicht ständig mit der Kirche lernen will, verliert auch, was er je von ihr empfing. Wer nicht mit ihr voranschreitet, ist schon von ihr abgefallen. Selbst was zwischen den zwei Buchdeckeln steht, verflüchtigt sich schließlich zu der frohen Botschaft, „dass es eine frohe Botschaft gibt“. Das war die Sorge noch des frühen Martin Luther, der 1521 an Herzog Albrecht von Preußen schrieb: „Es ist gefährlich und schrecklich, etwas zu hören und zu glauben gegen das einträchtige Zeugnis, Glauben und Lehre der ganzen heiligen Kirche, die von Anfang her über 1500 Jahre in aller Welt einträchtiglich gehalten hat.“

 

Die Frühzeit, da die Christenheit noch das Erdenwallen des Herrn und seiner Apostel unvergesslich im Gedächtnis trug, die sozusagen noch seiner Stimme Klang im Ohre hatte, wird dabei immer grundlegende Bedeutung, wahre Vorbildlichkeit und besondere Ehrwürdigkeit für uns haben. Die Versuche, Urchristentum möglichst in archäologischer Treue zu rekonstruieren, werden sich von uns befragen lassen: „Wo bleibt bei euch die Mutter Jesu?“ Nach dem Bericht der Apostelgeschichte stieg ja diese, nach der Himmelfahrt Jesu vom Ölberg heimgekehrt, mit Petrus und Johannes, Jakobus und Andreas und den anderen Aposteln in das obere Gemach hinauf, um dort die Ankunft des verheißenen Heiligen Geistes zu erwarten und zu erleben. In engem Zusammenleben verharrten sie in der Gemeinschaft des Brotbrechens und des Gebetes, besaßen alles gemeinsam, um aus ihrem Hab und Gut jedem zuzuteilen, wessen er bedurfte. Einmütig fanden sie sich täglich im Tempel in den Gebetsräumen und in ihren Häusern ein und hielten mit Freuden Mahl und lobten Gott, angesehen vor allem Volke, während der Herr die Zahl derer mehrte, die selig werden wollten. Den Platz inmitten dieser idealen Gemeinschaft hatte der Herr seiner Mutter vom Kreuz herab gesichert, indem er ihr den Lieblingsjünger zum Sohn und diesem Maria zur Mutter gab. Jahre lagen jetzt schon zurück, in denen der bislang fügsamste aller Söhne um seines Erlöserberufes willen die Kleinwelt der Mutter verlassen musste, die Jahre, in denen die Mutter nicht an seine Seite geladen war, damit allen deutlich wurde, wie der Herr gerade für die Fremdesten da sein wollte, um zu retten, was verloren war. Nachdem er alles vollbracht hatte, sollte im Kreise der Erstbegnadeten die Mutter nicht fehlen. Ihr Leben sollte fortan in der Ostersonne stehen. Die in sieben Schmerzen Geprüfte sollte die Freuden und Sorgen der nun in ihr eigenes Schicksal eintretenden jungen Kirche teilen. In Sorgen selig zu sein ist Mutterberuf, und gerade diese Seligkeit wollte der Herr seiner eigenen Mutter nicht vorenthalten. Nur EIN eigenes Leid sollte sie noch kennen, das Leid der Sehnsucht, „aufgelöst zu werden und bei Christus zu sein“. Der Welt der wachsenden Kirche war sie als Schutzbefohlene und Schutzherrin recht eine Königin. Der Hierarchie gehörte die Mutter nicht an, ein „vorgelebtes Evangelium“ war ihr Lehrer-, Hirten- und Priesteramt. Aller Welt sollte sie anschaulich machen, dass das Heil gekommen war.

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