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Mörike, Eduard - "Mozart auf der Reise nach Prag"
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(bis 9. Jun. 2012, 21:10:03 MEZ) | |
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Beschreibung
Mörike, Eduard - “Mozart auf der Reise nach
Prag – Ansichten einer Reise“
Hardcover – 11,50 Euro - ISBN 3-89511-002-7
– Gewicht 520 g
Interne Bestell-Nr.:
00766mörike
Erschienen 1994 – Erstauflage
– Lizenzausgabe Betulius Verlag Stuttgart genehmigt durch Bärenreiter-Verlag
Karl Vötterle Kassel – mit Fotos von Jürgen Röhrscheid und historischen Bildern
sowie einem Nachwort von Barbara Strohschein
Zustand des Buches: wie neu,
wurde nie gelesen
Eduard Mörikes berühmte Musikernovelle
erzählt von einem Reiseerlebnis des Ehepaares Mozart, das im Herbst 1787 von
Wien nach Prag fuhr. Bis heute bleibt der Eindruck, dass Mörike von
Geschehnissen berichtet, die er erlebt oder von denen er zumindest gehört hatte
– so kenntnisreich und bildhaft sind seine Schilderungen. Gleichwie – er hat
die Geschichte frei erfunden. Natürlich beruht jede Phantasie, so üppig sie
auch immer ausgemalt wird, auf Wirklichem. Tatsache ist, dass Mozart mit seiner
Frau Constanze im Oktober 1787 von Wien nach Prag reiste, um die Oper „Don Giovanni“
fertig zu komponieren und die Uraufführung zu dirigieren. Mörike hat die
Geschichte auf dem Schloss des Grafen Schinzberg erdacht, um nach eigenem
Empfinden Mozart phantasievoll zu deuten und zu begreifen. Mörike folgte damit
einer langgehegten Idee und dem Rat seines Freundes Wilhelm Hartlaub, der 1847
an Mörike schrieb: „Ich glaube auch gar nicht, dass man eine wahrhaft
genussreiche Biographie von Mozart machen kann, ja ein Fragment Dichtung aus
seinem Leben, wie Du es einmal im Sinn hattest, würde tausendmal befriedigender
sein.“ So hat Mörike den gedankenverlorenen Raub der Pomeranze mit all seinen
Umständen in die tatsächliche Lebensgeschichte Mozarts eingebaut, um einen
besonderen Eindruck – ein Charaktergemälde – des von ihm tief verehrten Komponisten
zu geben. Mehrere Jahre – bis 1855 – arbeitete er an der Novelle. Er griff in
seinen Vorbereitungen auf Mozart-Biographien, auf Stadtpläne von Wien und Prag
und andere Quellen zurück. Vor allem ließ er sich von alltäglichen Momenten
inspirieren, deren Ausgestaltung er in die Novelle einwob: zum Beispiel die
Kindheitserinnerungen an das Rokokoschloss in Ludwigsburg, das Musizieren von
Partien aus „Don Giovanni“, ein Anblick von Rutesheim, nahe des nördlichen
Schwarzwaldes. Der Fotograf Jürgen Rohrscheid zeigt in seinen Bildern, dass
sich die Phantasie Mörikes auf merkwürdige Weise an die Realität anschließt –
eine Realität, die er aufspürte und auffand: in Bildern von Wien, von
herbstlichen Landschaftsstimmungen in Böhmen zwischen Wien und Prag, in Bildern
von Orten, an denen die Zeit vorübergegangen ist, von Orten, die die
Vorstellung noch zulassen, Mozart sei dort gewesen, in Bildern von Schlössern,
die ihre mögliche, ungeschriebene Geschichte erzählen, und auch in den
Fotografien und Bildzeugnissen, die von Mörike selbst berichten. Er suchte nach
dem Ambiente des Schlosses, in das Mozart auf seinen Reisen zwischen Wien und
Prag womöglich das eine oder andere Mal eingeladen worden war. Fotografie aus
heutiger Sicht sowie historische Bilder zeigen Szenen aus der Zeit Mozarts. Sie
bringen Mörikes melancholische wie auch heitere Stimmungen zum Ausdruck und
machen die phantasievolle Welt der Novelle sichtbar.
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