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Hummel, Berta - "Hui, die Hummel"
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16 Stunden 48 Minuten
(bis 30. Mai. 2012, 13:50:25 MEZ) | |
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Beschreibung
Hummel, Berta
(Hummel, M. Innocentia) – „Hui, die
Hummel – Bilder von Berta Hummel mit begleitenden Gedichten“
Hardcover – 7,50 Euro - ISBN 3-7607-8067-9
– Gewicht 310 g
Interne Bestell-Nr.: 00709hummel
Ohne Jahr – Erstauflage – Sonderausgabe
Weltbild Verlag Augsburg genehmigt durch ars Edition München
Zustand des Buches: sehr gut,
nur minimalste Gebrauchsspuren
In diesem Buch sind Bilder einer altbekannten
Künstlerin und begleitende Verse vereint. Das Ganze, im Aufbau locker und nicht
durch Plan gebunden, ist in seiner gefühligen Spannweite einer Symphonie
vergleichbar. Die Seiten wechseln zwischen Vergnüglichkeit und Besinnung,
Übermut und nachdenkender Einkehr. Der von Künstlerin und Verlag getroffenen
Ordnung folgen die Texte, eingestimmt in den Rhythmus zwischen Scherzo und
Adagio. Bildkarten mit dem Namen „Hummel“ sind aller Welt vertraut. Im kleinen
Dorfladen wie in den Kaufhäusern der Großstädte sind sie zu finden. Unzählbare
Größe tragen sie von Mensch zu Mensch, von Land zu Land. Der Erfolg beweist,
wie sehr diese Bilder allgemein gefallen; ihre große Wirkung aber macht auch
das Interesse an der Künstlerin begreiflich. Berta Hummel war Franziskanerin im
Kloster Sießen/Württemberg und hieß mit ihrem Klosternamen Schwester M.
Innocentia. Schon ihr Arbeitsraum mit dem großen Tisch am Fenster, von dem der
Blick auf stille Wiesen und ein paar Waldstreifen hinausging, war nicht
alltäglich. Klösterliche Maler und Bildner, Frauen wie Männer, sind gewiss
nichts Neues, aber die Werkstätte dieser Franziskaner überraschte durch die
Verschiedenheit der Gehalte und Gestalten, die sich dort, in Kohle, Pastell
oder Öl nebeneinander vertrugen: etwa Max und Moritz standen in der
Gesellschaft von Andachtbildern. Das mag nun allerdings die Frage nach der
Persönlichkeit dieser Frau verstärken. Am 21. Mai 1909 wurde Berta Hummel als
drittes Kind des Kaufmanns Adolf Hummel und seiner Frau Viktoria im
niederbayrischen Massing an der Rott geboren. In der Familie ihres Vaters
steckten Begabung und Drang zum Zeichnen und Malen. Dies bezeugt auch das Grab
eines Dominikus Hummel aus Dießen, der 1800 gestorben ist; die Grabinschrift
rühmt ihn als vollkommenen, vom Volk geliebten Priester, der auch schön
gezeichnet, radiert und gemalt habe. Was in der Jugendgeschichte so vieler
Künstler von starkem Beruf zu lesen ist, trifft auch für die kleine Berta in
der Massinger Volksschule der Armen Schulschwestern zu: ein ungestümer Trieb,
die Dinge des Alltags in Strich und Farbe abzuschildern, beherrschte das Kind.
Hellen, lebendigen, ja wohl unruhigen Geistes, der von der eigenen Zukunft
schon erregt und gezogen wird, übt das Kind seinen Formtrieb und macht sich
alles zur Gelegenheit seiner Entfaltung. Es zeichnet auf Papierfetzen, auf der
Schiefertafel, auf der großen Tafel im Schulzimmer, in Briefe, die der Vater
schreibt, und koloriert die Schwarzweißbilder in Zeitschriften und Kalendern.
Merkwürdig früh und entschieden zeigt sich das Interesse am menschlichen
Gesicht; die Neigung zur Karikatur ist unverkennbar und auch vom Respektsverhältnis
zu Lehrpersonen nicht behindert. Nach der Volksschule besuchte die Zwölfjährige
das Institut der Englischen Fräulein in Simbach am Inn. Man darf die alte
Erfahrung, dass ein ordentlicher Schulsack dem Menschen so wenig Last und
Hemmnis ist wie dem Vogel seine Flügel, wohl auch an diesem Talent bestätigt
finden. Wie in die Rede des Mundes geht die Geistesbildung auch in die
Sprechweise der Hand über, die den Stift, den Pinsel führt. Der geschliffene
Witz des Striches, die geschmeidige Ausdruckskraft in den Bildern der
Künstlerin verraten, dass der natürliche innere Reichtum die Zucht einer
geistigen Erziehung erfahren hat. Über den künftigen Beruf der Simbacher
Schülerin konnte es keinen Zweifel geben. 1927 kam Berta Hummel nach München an
die Staatsschule für angewandte Kunst. Weltoffenen Sinnes schöpfte sie vom
Leben der Stadt, die künstlerische Naturen seit je beglückend angezogen hat.
Nach Abschluss ihrer Studien entschloss sich die Meisterschülerin, im
Franziskanerinnenkloster Sießen einzutreten. Im August 1933 nahm sie den
Schleier. Sie starb in Sießen am 6. November 1946.
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