Mary Coughlan - After The Fall, Promo CD, neutrales Cover (slim)
1. Woman Undone
2. Sunburn
3. Still In Love
4. Lucy's Dream
5. John Fell Off The Work-Around
6. Dilemma
7. Poison Words
8.
Run Away Teddy
9. That Face
10. Nobody
11. The Black Crow
12.
Saint Judy
13. When I Am Laid In Earth (Dido's Lament)
Big Cat Rec. 1997, neuw.
Die in jeder Beziehung große Dame des
irischen Chansons präsentiert ihre neue Studio-Platte auf dem Londoner "Big
Cat"-Label. Was zunächst mal als Gag interpretiert werden konnte, hat sich zu
einer ernsthaften musikalischen Zusammenarbeit entwickelt. Obwohl COUGHLAN nicht
eben viel für kontemporäre Musikrichtungen übrig hat ("The closest I came to
Punk was standing on the stage once with JOE STRUMMER & SHANE MC GOWAN"),
ist "After The Fall" nicht gerade eine unmoderne Platte. Vielerlei Stile - von
Jazz und Blues über irischen Folk und Vaudeville bis hin zur
Country&Western-Persiflage - werden mit Bravour gemeistert. Mal todernst,
mal mit schrägem Humor. Sie versteht sich als Interpretin. Demzufolge muß sie
sich auf ihre hervorragende Backingband, in der auch ihr Sohn spielt, verlassen
können. Marys Stimme braucht Raum, daher eher zurückhaltende Arrangements,
besonders das von ihr wenig geliebte Schlagzeug wird nur äußerst sparsam
eingesetzt. Und doch fehlt es musikalisch an nichts, ganz im Gegenteil:
Abwechslung ist angesagt, die Melodie dominiert. Einziges Qualitätskriterium für
die Auswahl des Materials ist Marys persönlicher Geschmack. Indem sie die Stücke
mit ihrem eigenen, unverwechselbaren - sagen wir mal - robusten Charme prägt,
wandelt sie jedes einzelne zu ihrem eigenen. Und das ist es doch, was die
wirklich großen Interpreten ausmacht.
Ullrich Maurer / © Intro - Musik & so
Yes, das ist die große Sängerin aus Irland - obwohl "Sunburn"
stark nach Orient duftet. Klischees verweigerte Mary Coughlan noch stets. Sie
schwelgt in fast symphonischem Ambiente, stellt das Piano-getragene, emotionale
"Still In Love" neben ironisch-beschwingte Country Music. Dorothy Parkers
Gedicht "Dilemma" gestaltet sie als Zwitter aus Chanson und Brecht/Weill,
kernigen Bluesrock spielt sie in "Run Away Teddy", Marc Almonds "Saint Judy"
verziert sie jazzig-mystisch. Ein Top-Tip für alle, die Eigenwilligkeit über
Eingängigkeit stellen. ** Klang: 03-04
© Audio
Als Jugendliche verließ die Älteste von fünf
Geschwistern die Klosterschule vorzeitig. Depressionen und ein Suizidversuch folgten mit 17 Jahren.
Sie verdiente sich den Lebensunterhalt mit Gelegenheitsjobs. Als 18-Jährige ging
sie 1974 nach England. Mit 20 gebar sie ihr erstes Kind. In den folgenden sechs
Jahren bekam sie zwei weitere Kinder und verließ 1981 ihren Ehemann, um in ihre
irische Heimat zurückzukehren. Dort traf sie auf den durch die Folk-Gruppe
Flairck bekannten
niederländischen Musiker und Produzenten Erik
Visser und wurde als Sängerin entdeckt. Ihr 1985
erschienenes Debütalbum Tired and emotional verkaufte sich in kurzer Zeit
100.000 Mal.
Anfangs hatte sie mangels Erfahrung,
beispielsweise in Vertragsangelegenheiten, Schwierigkeiten, sich im
Musikbusiness zurechtzufinden. Sie flüchtete sich in Alkoholexzesse, die ihr
annähernd dreißig Klinikaufenthalte einbrachten, den Verlust ihres Hauses und
ihres Plattenvertrags. Erst 1993 absolvierte sie eine Entziehungskur und ging eine neue
Partnerschaft ein, aus der zwei weitere Kinder hervorgingen. Das 1997
erschienene Album After the fall war der Beginn eines wirklichen
Comebacks als
Musikerin.
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts erarbeitete sie
sich eine Hommage The
Lady Sings The Blues an Billie Holiday und brachte diese als multimediales
Musiktheater in Dublin und London auf die Bühne.
Ihr bisher letztes Album Red blues von
2002 erschien auf dem deutschen Plattenlabel Tradition und Moderne in
Bremen. Dort hatten Mary Coughlan und ihre Band zuvor am Women in (Emotion-Festival
teilgenommen. Da die Musiker ohnehin gerade am Ort waren und Zeit hatten,
spielte man in nur vier Tagen ad hoc ein Album ein. Red Blues entstand
unter Beteiligung von Peter O'Brian (Piano), Frank Mead (Saxophon), Bill Rich (Bass) und Kester Smith
(Drums) und des
Gitarren-Trios Tri Continental. Randy Newmans You can leave your hat
on, vielen vor allem in der Coverversion von Joe
Cocker bekannt, wurde von Mary Coughlan vollkommen
rearrangiert, das Tempo verlangsamt und in der Lautstärke gedämpft. Billie
Holidays Klassikerstück Strange Fruit in einer A-cappella-Version ist ebenfalls
hervorzuheben.
Auf die Frage nach ihren beruflichen
Zukunftsplänen gab Mary Coughlan zuletzt an, sie wolle am liebsten mit dem
Bono-Freund Gavin Fridaye in neues Album
produzieren, das im Musikstil »in Richtung Vaudeville« gehen solle.
Diskographie
- 1985: Tired And Emotional
- 1986: Ancient Rain (Mini-LP)
- 1987: Under The Influence
- 1990: Uncertain Pleasures
- 1992: Sentimental Killer
- 1994: Best of
- 1995: Love For Sale
- 1996: Live In Galway
- 1997: After The Fall
- 2000: Mary Coughlan Sings Billie Holiday (live)
- 2001: Long Honeymoon
- 2002: Red Blues
Quelle: Wikipedia
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Ich kreuze bei der Vorgabe "Zustand - neu/gebraucht" das letztgenannte an, obwohl ich die CDs oft nur einmal kurz gehört habe, sie eh mit Samthandschuhen anfasse und sie eigentlich neu(wertig) sind. Ähnliches gilt für Comics.
Das bezieht sich aber NICHT auf austauschbare Jewelcases! Denn die sind oft sogar bei versiegelten CDs bereits angeknackst!