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Zwei Prager Geschichten - Rainer Maria Rilke
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Beschreibung
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Rainer Maria Rilke
Zwei Prager Geschichten
Mit Illustrationen von Emil Orlik
insel taschenbuch 235, 2. Auflage 11.-18. Tausend, 1978
ISBN 3-458-31935-2
Taschenbuch, 149 Seiten
Zustand des Buches: akzeptabel (Cover hat verschiedene Stoßstellen, Schnitt ist nachgedunkelt)
Zum Inhalt:
"Bei uns in Böhmen liegt ja sozusagen die Politik auf der Straße, und ich habe doch viel zu viel Hochachtung vor Ihnen, um Ihnen das zu bieten, was ich vom Wege auflese", schreibt Rilke 1895 in den "Böhmischen Schlendertagen". Rilke beschäftigt sich in seinen zwei Prager Geschichten unmittelbar mit dem tschechisch-deutschen Zwiespalt. Er schildert in ihnen den politisch bewegten und national erregten Alltag um die Jahrhundertwende, zugleich die Umwelt Prags, das damals noch eine Provinzstadt mit 146000 tschechischen und 27000 deutschen Einwohnern war; die 17000 Juden bekannten sich zum größten Teil zum Deutschtum. 1893 fand in Prag ein Prozeß gegen tschechische antiösterreichische Verschwörer statt, die sich im Geheimbund der "Omladina" (Jugend) zusammengeschlossen hatten. Von diesem Prozeß ausgehend, schildert Rilke in "König Bohusch" und in der Geschichte "Die Geschwister" das Hereinbrechen der neuen Zeit - auch in der tschechischen Literatur - in das spätbiedermeierliche, spätösterreichische Prag. Mit den zwei Prager Geschichten, die Rilke zur Zeit ihres Erscheinens noch nicht unterschätzt hat, brachte er sich doch Tolstoi als Geschenk, schließt Rilkes Prager Zeit äußerlich, aber nicht innerlich ab. In der Lebensgeographie Rilkes bleibt Prag ein Mittelpunkt zwischen Moskau und Paris. Josef Mühlberger
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