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Das andere Babylon - Wassyl Semljak
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Beschreibung
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Wassyl Semljak
Das andere Babylon
Roman
Volk und Welt, Berlin, 1. Auflage, 1977
Gebundene Ausgabe, 431 Seiten
Zustand des Buches: Gut (Schutzumschlag hat Stößstellen und kleine Risse, Schnitt ist nachgedunkelt)
Zum Inhalt:
"Laßt uns eine Stadt und einen Turm bauen, des Spitze bis an den Himmel reiche, daß wir uns einen Namen machen!" sprachen die biblischen Babylonier. Zur Strafe für diese Sünde "verwirrte Gott ihre Sprache", und "sie mußten aufhören die Stadt zu bauen".
Das "andere Bacylon", ein altes, sündiges und doch auf seine Weise unverwüstliches ukrainisches Dorf, gewinnt nach der Oktoberrevolution und nach der Landverteilung durch die Sowjetregierung die Freiheit, endlich "einen Turm" für alle zu bauen. Doch die babylonischen Bauern sind noch beherrscht von ihrer alten Sünde, dem Besitz- und Geltungstrieb. Jeder will "seinen Turm", jeder versucht, sich auf seine Art zu bereichern. Jeder redet eine andere Sprache: Neid und Haß machen sich breit. Doch Semljak spricht die "anderen Babylonier" nicht der Sünde schuldig. Er erklärt aus den sozialen und historischen Umständen, warun sie "sündig" geworden sind. Deshalb kann er mit Sympathie und Humor über sie schreiben.
Mit Wehmut erzählt er auch von der Kommune, die aus Sehnsucht nach Gemeinsamkeit und Gerechtigkeit im Nachbarort Glinsk gegründet wurde, die aber eine Utopie blieb.
Der Beschluß des XV. Parteitages der KPdSU 1927 über die durchgängige Kollektivierung leitet in Babylon und Glinsk einen schweren, konfliktreichen historischen Prozeß ein, in dem sich die Menschen und ihr Bewußtsein langsam verändern.
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