Ich sammle nicht nur Schmetterlinge ...
Reisen und Abenteuer einer viktorianischen Lady
Margaret Fountaine
Paul Zsolnay Verlag
gebundene Ausgabe
Auf Trinidad wurde im Jahre 1940 eine ältliche Engländerin sterbend am Straßenrand aufgefunden. Die ältliche Dame war Margaret Elizabeth Fountaine, eine Frau, die auf ihrer rastlosen Suche nach Schmetterlingen und Abenteuern die ganze Welt bereist hatte. In ihrem Testament vermachte sie dem Museum ihrer Heimatstadt eine inzwischen weltbrühmte Schmetterlingssammlung und eine schwarze Kassette, die erst achtunddreißig Jahre nach ihrem Tod geöffnet werden durfte. In dieser Kassette befanden sich ihre Tabebücher, das Vermächtnis eines "wilden und unerschrockenen Lebens".
Margaret Elizabeth Fountaine wuchs in der prüden und langweiligen Atmosphäre eines englischen Pfarrhauses heran, aber Mamas strenger Zucht gelang es nicht, das Temperament des eigenwilligen Mädchens zu bändigen. Margaret liegte die Freiheit, die weite Welt - und sie liebte die Männer, auch wenn sich das für ein junges Mädchen ihrer Kreise nicht schickte. Mit 22 verliebte sie sich in einen trinkfrohen irischen Chorsänger, der bald dem Alkohol als der größeren Leidenschaft erlag. Erbittert kehrte Miss Fountaine dem Flegel den Rücken und verließ England mit dem Schmetterlingsnetz in der Hand und trüben Rachegedanken im Herzen: Sie beschloß, sich an dem treulosen Geschlecht, das ihr so übel mitgespielt hatte, zu rächen.
Bill Cater, Reporter der Sunday Times und Herausgeber der Tagebücher, ist einer der Männer, die in den Bann von Miss Fountaines sprödem Charme geraten sind. Er konnte nicht umhin, seine viktorianische Lady in die zeitgenössische Gesellschaft einzuführen, wo sie nun in reizender Unverblümtheit über ihre dezenten und indezenten Abenteuer plaudert und eine Eroberung an die andere reiht.
Margaret Elizabeth Fountaine wurde im Jahre 1862 als das zweite Kind und die älteste Tocher des Reverend John Fountaine geboren. Eine Erbschaft ermöglichste ihr, ein von finanzellen Sorgen relativ unbelastetes Leben zu führen und sich ganz ihrer Abenteuerlust hinzugeben. Ihre Reisen führten sie durch Europa, nach Afrika, Asien und Amerika. Miss Fountaine starb im Jahr 1940 auf Trinidad.
Das Buch stammt aus einer Bücherei. Es ist in durchsichtige Folie eingeschlagen. Auf dem Buchrücken und auf der letzen Seite befinden sich Aufkleber sowie einige handschriftliche Notizen bzw. Stempel auf den ersten Seiten, ansonsten guter Zustand.
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