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Maria Nurowska, Spanische Augen
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Beschreibung
"Mit dem Satz "Schlimmer als die Deutschen können sie eigentlich auch nicht sein" beginnt der Roman und gleichzeitig auch die Odyssee der Polin Anna. Der Zweite Weltkrieg ist kaum zu Ende, da wird sie von zu Hause abgeholt. Erst allmählich merkt sie, wohin die Reise geht: ins Lager nach Sibirien. Die Mitglieder der Heimatarmee, einer antikommunistischen Untergrundorganisation, die im Krieg gegen die Deutschen gekämpft hatte, wurden nach Kriegsende auf Befehl Stalins verfolgt, verbannt, umgebracht. Anna überlebt, doch nach einer brutalen Vergewaltigung im Lager schwanger geworden, kehrt sie aus der Verbannung mit einem Kind zurück. Der Roman spielt in den achtziger Jahren. Die Schrecken des Krieges und der Nachkriegszeit gehören der Vergangenheit an. Anna ist eine beliebte Schauspielerin und gefragte Übersetzerin. Ihre Tochter Ewa, die nichts von ihrer Herkunft weiß, hat mittlerweile selbst ein Kind. Wie in einer Wiederholung des Schicksals ihrer Mutter entwickelt Ewa keine emotionale Bindung an ihren kleinen Sohn. Dagegen holt Anna in der Beziehung zu ihrem Enkel nach, was sie der Tochter an Zuneigung und Nähe vorenthalten hat. Das komplizierte Verhältnis zwischen Mutter und Tochter, die eine zerstörerische Hassliebe aneinander fesselt, ist denn auch das zentrale Thema des Buches. Ein kunstvoll komponierter Roman, frei von Pathos und Sentimentalität, psychologisch stimmig und von großer Glaubwürdigkeit."
Autorin: Maria Nurowska
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