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Mit „Ego-Art“ erreichen ALTAR sowohl bei ihren spielerischen als auch songschreiberischen Fähigkeiten ein neues Level. Alles in allem klingt „Ego-Art“ viel professioneller als „Youth Against Christ“. Ich kenne einige Underground-Puristen, die behaupten, dass „Youth Against Christ“ ihr bestes Werk ist, diejenigen unter euch sollten das als Erstes auschecken. Wo “Youth Against Christ” eine Angelegenheit voller Chaos war, obgleich weit entfernt von dem meisten brutalen Zeug da draußen, klingt “Ego-Art” härter, konzentrierter. Die Produktion klingt viel sauberer und ich möchte sagen besser als auf „Youth Against Christ“. Igrndwie wie die Transformation, die DEICIDE zwischen „Legion“ und „Once Upon The Cross“ durchgemacht haben. Obwohl ALTAR nie irgendwelche Songs gemacht haben, die den legendären von DEICIDE ebenbürtig sind, verdienen sie dennoch Aufmerksamkeit dafür, dass sie Songs wie „Hypochristianity“ (YAC), „I Take“, „C.C.C.“ und „Pathetic Priest“ gemacht haben. Sie haben auch andere gute Songs gemacht, aber ich fand es unpraktisch, jeden guten Song zu nennen, den sie gemacht haben.
Wenn “Youth Against Christ” insbesondere ein Angriff auf die Religion war, dann ist “Ego-Art” ein Angriff auf die Gesellschaft allgemein. Ich spreche natürlich von den Texten, die auf „Ego-Art“ vielseitiger sind. Wenn ich mir „Today This Country Will Die” anhöre, wird mir gesagt, dass die Niederlande ein Scheißplatz zum Leben sind und dass dieses Land keine Zukunft hat. Das ist nicht das, was mir die Reiseprospekte erzählt haben. Ich denke, ich muss es selber überprüfen.
Mein Hauptproblem mit “Ego-Art” ist der dominante Drumsound. Er klingt in einem Blast gut, aber an anderen Stellen macht er nichts Anderes, als die Gitarren zu ersticken. Der Drummer ist offensichtlich ein steter Typ, aber er ist kein Hellhammer oder Pete „Command“ Sandoval. Besonders seine Fußarbeit klingt manchmal schlampig. Dabei versuchen ALTAR keineswegs, Dinge zu tun, zu denen sie nicht fähig sind. Die ganze Platte hindurch bekommen wir eine Mischung aus Death und Thrash Metal, die nicht viele Risiken eingeht, aber vieles richtig macht. |