Ich sammle seit 25 Jahren CDs und muss seit einiger Zeit aus Platzgründen meine Sammlung verkleinern. Folgendes Angebot aus meiner Privatsammlung :
Versteigere schweren Herzens meine Powermetal CDs
1.Onward - Evermoving / 8 tracks / Century 2001 / CD im Top - Sammlerzustand !
2.Onward - Reawaken / 10 tracks / Century 2002 / CD im Top - Sammlerzustand !
3.Dream Evil - Dragonslayer / 12 tracks / 2002 / Full-lenght PR-CD im Cardsleeve - Topzustand !
ONWARD: Evermoving
Schön, dass es auch noch Überraschungen gibt. Nachdem Onkel Fies sich wieder mal Whimps and Poser-haft geweigert hat, ONWARD zu besprechen, musste man schon Schlimmes befürchten. Zum Glück zu Unrecht. Die Jungs, die bereits bei dem kleinen amerikanischen Edel-Label Sentinel Steel unter Vertrag standen und dann von Century Media mitsamt ihrem fertigen Produkt über den Teich gelotst wurden, überraschen mit reinrassigem US-Power Metal, der durch G.I.T. - Absolvent Toby Knapp mehr als einmal an Paul Gilbert und seine RACER X erinnert. Auch Knapp frönt dem Varney-geprägten superschnellen Gitarrenspiel, das trotz hohen Tempos und Rückkopplungs- und exstatischen Tappingorgien nie den roten Faden und den melodiösen Background verliert. Sänger Michael Grant hat sich seit seinen Tagen bei LEGEND MAKER enorm verbessert und trägt seinen Teil zu einer guten CD des traditionellen Power Metals bei, die von einem passenden Ioannis-Cover (u.a. FATES WARNING, MALMSTEEN, DEEP PURPLE) gekrönt wird. Bombastisch-melodische Anteile gibt es zwar auch, dominierend bleibt aber rohe Gitarrenpower. Wenn Knapp das allzu heftige Sologedudele jetzt noch einschränkt, warten auf ONWARD noch große Ziele. Es gibt nur einen Weg: vorwärts!
Wings
Besetzung:
Michael Grant - v
Toby Knapp - g
Randy LaFrance - b
Jon Pereau - dr
Tracklist:
1.The Kindness Of Stangers 2.Onward 3.The Waterfall Enchantress 4.The Last Sunset 5.Absolution Mine 6.Witches Winter Eternal 7.Storm Coming Soon 8.The Lost Side Of The World
V.Ö. 01/01
Label: Century Media
ONWARD: Reawaken
Nach dem überraschenden Debütalbum Evermoving erwartet die Power-Metal-Gemeinde die neue Scheibe "Reawaken" mit Spannung. Der Erstling hat die Messlatte ja immerhin ziemlich hoch gehängt und mit Album Nummer 2 hat die Band nun unter Beweis zu stellen, dass es sich bei "Evermoving" nicht nur um eine Eintagsfliege handelte.
Um das Fazit vorweg zu nehmen: "Reawaken" schafft es nicht, an das großartige Debüt heranzukommen, ist aber auf jeden Fall ein sehr starkes Album geworden.
Insgesamt wirkt das neue Werk etwas zurückhaltender und kontrollierter, als es noch beim Vorgänger der Fall war. Zwar braten die Gitarren nach wie vor ziemlich US-Metal-mäßig los, vor allem die Melodielinien scheinen aber insgesamt etwas mehr auf den europäischen Markt zugeschnitten zu sein, als es bei "Evermoving" noch der Fall war, und damit ist gemeint, dass alles etwas melodischer, eingängiger und glatter geworden ist.
Am schwerwiegendsten wirkt sich das auf den Song "The Seven Tides of Labyrinthine" aus, den man im Zusammenhang mit dem simplen Keyboardeinsatz fast schon als poppig bezeichnen kann. Das wird viele Fans des ersten Albums sicherlich erst mal verschrecken und ONWARD werden wohl damit leben müssen, dass es auch den ein oder anderen gibt, der sich mit Album Nummer zwei schon aus der weiteren Bandgeschichte ausklinken wird. Letztendlich ist ein derartiges Verhalten meiner Meinung nach jedoch ungerechtfertigt, da die Amis mit "Eye of the Nightmare" durchaus auch ´nen deftigeren Track auf der Scheibe haben und das Gesamtmaterial auf "Reawaken" schlicht zu gut ist, um ignoriert zu werden.
Denn das neue Album bietet abwechslungsreiche Songs, die mit ausgefeilten Arrangements, einprägsame Melodien und vor allem einer ganz eigenen Note ausgestattet wurden und sich schon nach kürzester Zeit im Gedächtnis festfressen.
"Night", "Where Evil Follows", "Eye of the Nightmare", "Who saw the last star fall" oder "In Due Time" sind einfach verdammt gute, melodische Power-Metal-Songs geworden, die zwar nicht immer in höhere Härtegrade dringen, dafür aber in vollem Umfang Gefühl und musikalischen Anspruch zu befriedigen wissen.
Mit "Clockwork Toy" durfte Toby Knapp zudem noch seinen großen Faves LOUDNESS Tribut zollen, womit er eine wirklich gute Version des "Thunder in the East"-Songs abliefert.
Mich persönlich hätte es gefreut, wenn ONWARD auch auf ihrem neuen Album was den Gesang betrifft etwas sperriger zu Werke gegangen werden. Und dennoch bin ich von "Reawaken" nicht enttäuscht, da die Songs stimmen und das Album verdammt viel Spaß macht, zumal die Stimmung des Albums einfach gute Laune machen muss.
Nicht ganz das erwartete Highlight, dennoch aber absolut empfehlenswert!!
Fierce
Veröffentlichungstermin: 25.03.02
Spielzeit: 54:56 Min.
Line-Up:
Toby Knapp - Guitar
Michael Grant - Vocals
Jon Pereau - Drums
Chris Payette - Bass
Produziert von Brett Hansen
Label: Century Media
Tracklist:
1. Reawaken
2. Night
3. The Seven Tides of Labyrinthine
4. Where Evil Follows
5. Eye of the Nightmare
6. My Darkest Room
7. In Due Time
8. Clockwork Toy
9. Who saw the Last Star Fall
10. The Next Triumph
I. Remeberance
II. Reawakening
DREAM EVIL: Dragonslayer
Auf den ersten Blick ist DREAM EVIL eine neue Band. Auf den zweiten Blick zwar auch, doch befinden sich einige bekannte(re) Namen im Line-up der Schweden. Zum einen Drummer Snowy Shaw, der u.a. für KING DIAMOND, MERCYFUL FATE und MEMENTO MORI die Sticks schwang. Zum anderen Gitarrist/Keyboarder und überhaupt Bandboss Fredrik Norström, den Besitzer des "Studio Fredman" und Produzent von Bands wie HAMMERFALL, IN FLAMES, ARCH ENEMY oder DIMMU BORGIR. Die anderen Bandmitglieder sind eher unbekannterer Herkunft, aber auch erfahrene Hasen (so bekam z.B. Basser Peter Stalfors Songwriting-Credits auf dem HAMMERFALL-Erstling und sang Sänger Niklas Istfeldt Backing Vocals auf den ersten beiden Alben dieser Band)was man den zwölf Stücken (46:26 Min.) auch deutlich anhört. Doch trotz der vielen HAMMERFALL-Querverweise geht's zwar ähnlich traditionell, aber weniger "Happy Metal"-mäßig zu. Dafür aber abwechslungsreicher. Songs wie "Save us" und "Chasing the Dragon" sind eher wuchtig, "In Flames you burn" oder "The Prophecy" eher flott. Eher episch-bombastisch klingt da schon "The Chosen Ones", bei dem es - wie bei der starken Ballade "Losing you" auch - Streicherklänge zu hören gibt. Kurz vor Schluss gibt's dann mit "Heavy Metal in the Night" noch einen Song mit Hymnencharakter. Wer also auf klischeehaften True Power Metal mit noch klischeehafteren Texten steht und nicht den absoluten Überflieger erwartet, kann/darf/sollte "Dragon Slayer" durchaus mal antesten...
Spielzeit: 46:26 Min.
Line-Up:
Fredrik Nordström - Guitars & Keyboards
Gus G. - Guitars
Niklas Istfeldt - Vocals
Peter Stalfors - Bass
Snowy Shaw - Drums
Produziert von Fredrik Nordström
Tracklist:
Chasing The Dragon
In Flames You Burn
Save Us
Kingdom Of The Damned
The Prophecy
The Chosen Ones
Losing You
The 7th Day
Heavy Metal In The Night
H.M.J.
Hail To The King
Outro
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