Ich sammle seit 25 Jahren CDs und muss seit einiger Zeit aus Platzgründen meine Sammlung verkleinern. Folgendes Angebot aus meiner Privatsammlung :
THEATRE OF TRAGEDY: Aegis
Selten angebotene Box
Gebraucht - läuft perfekt
CD hat Bonustrack
Interessant, welchen Weg das Gothic Metal Genre im Laufe der Zeit durchgemacht hat. Entstanden aus Death Metal hat sich die Musik immer mehr in eine rockigere Richtung bewegt, hat ihre eigene Metal-Nische geschaffen, wurde immer atmosphärischer und momentan läuft alles in Richtung Synthie-unterlegte Rockmusik. Ein Name war und ist innerhalb dieses Genres ganz wichtig und der ist PARADISE LOST. Sicher war diese Band ganz wichtig für die Etablierung dieser Musik im Metal und gehört immer noch zu denjenigen, die den Weg vortrampeln, dem viele folgen. Und auch THEATER OF TRAGEDY gehen mit ihrem dritten Werk ´Aégis´ diesen Weg und lösen sich mehr und mehr von den Metal-Wurzeln, um Elektro-Instrumenten den Vortritt zu erleichtern... Was sich nun sicher so anhört, als wären TOT reine Kopierer, sollte man aber so nicht stehenlassen, da TOT doch immer eine eigene Größe im Gothic-Metal darstellten, auch wenn die Musik schon bei den ersten beiden Scheiben an mir irgendwie vorbeilief.
Ziemlich ruhig hört sich also das gesamte Material auf ´Aégis´ an und die Gitarren wurden erheblich zurückgefahren. Ganz wichtig scheint der Band die warme, relaxte Atmosphäre in den Songs gewesen zu sein, die sich durch das gesamte Album durchzieht. Der Kontrast zwischen Sänger Raymond und Sängerin Liv Kristine kommt auf ´Aégis´ nicht mehr ganz so deutlich zur Geltung, da Raymond nur noch ganz selten grunzt und sich eher in tiefem Gesang übt, was er nicht schlecht macht, aber auch nicht unbedingt damit glänzt.
Was mich selbst gewundert hat, ist die Tatsache, daß ich auf ´Aégis´ immer wieder von Livs Gesang angeödet werde, da sie für mich eigentlich schon einer der wichtigsten Faktoren bei TOT war. Ich frag mich immer wieder, warum sie sich mit dieser Gesangesleistung zufrieden gibt, da sie eigentlich die meiste Zeit recht kraftlos ins Mikro flüstert. Dabei hab ich doch schon live erlebt, daß Liv Kristine wirklich Stimme hat... Wie bereits erwähnt liegen fast alle Songs auf einer Ebene und echte Abwechslung mußte zugunsten der Atmosphäre weichen. Echte Höhepunkte konnte ich bisher nicht ausmachen und wie auch auf den ersten beiden Scheiben läuft die Musik zum Größten Teil an mir vorbei. Zugute halten muß man TOT auf jeden Fall, daß sie trotz der Keyboard-Lastigkeit die Songs gut zusammenhalten konnten und die Kompostitionen nicht durch erzwungen moderne Drum-Bass oder Sequenzer - Sounds zerstörten, wie ich bei anderen Werken oft den Eindruck hatte (z.B. Moonspell). Ich sag mal, THEATRE OF TRAGEDY bleibt eine Fansache, trotz all der Sympathien, die ich für diese Band hege, kann ich ihre Musik letztendlich nur als ´nett´ bewerten. F.
Veröffentlichungstermin: 11.05.98
Raymond I. Rohonyi Vocals
Liv Kristine Epenaes Vocals
Tommy Olsson Guitars & Programming
Frank Claussen Guitars
Eirik T. Saltroe Bass
Hein Frode Hansen Drums
Lorentz Aspen Synthesizer
Produziert von Pete Coleman
Erschienen bei Massacre Records / Swan Lake
Tracklist:
1. Cassandra
2. Lorelei
3. Angélique
4. CEede
5. Siren
6. Venus
7. Poppaea
8. Bacchante
+ Bonus: Samantha
|
|
|
|
|
|
Es handelt sich bei meinen Auktionen um Privatauktionen und ich übernehme keine Garantien oder gebe Gewährleistungen. Sollte es aber aus irgendeinem Grund mal Probleme geben, dann melden Sie Sich einfach , denn man kann über alles sprechen !!! | |