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Es geht hier um eine Band aus Ungarn, welche die erste ihrer Art bei Magna Carta ist. Also es gibt nicht viele ungarische Bands die im Ausland Karriere gemacht haben, in der jüngeren Vergangenheit sind EKTOMORF zur erfolgreichsten Band geworden und die Black Metal Fans werden bestimmt den Namen Csihar Attila und TORMENTOR kennen.
AGE OF NEMESIS sind keine neue Band und das Album hier ist auch kein neues Album. Es ist zwar wahr dass sie dieses Album vor Jahren schon herausgebracht hatten, aber in ungarischer Sprache und unter den Namen NEMESIS. In welcher Form und in welchem Jahr kann man gemütlich auf ihren Homepage nachlesen. Diejenigen, die Progressive Metal mögen, wissen, dass sich das amerikanische Label Magna Carta ausschließlich mit Bands dieses Genres beschäftigt. AGE OF NEMESIS sind auch keine Ausnahme. Sie spielen die Art von Progressive Metal mit dem auch die Vorbilder von DREAM THEATER ihre Fans verzaubern. Ich will nun natürlich nicht behaupten, daß sie nur ein weiterer DT Klon sind, dazu liegen sie mir zu nah am Herzen, vielleicht viel zu nah um einen objektiven Bericht zu schreiben, aber in dem Fall einer Musik CD ist Subjektivität vielleicht angebracht. Wenn ich einen Review schreibe, dann möchte ich zumeist erreichen dass auch andere sich diese CD anhören und sich selber eine Meinung bilden. Und das muss natürlich nicht mit meiner übereinstimmen.
Die Band gehört seit ihrem Debüt Album zu meinen Lieblingsbands in der Progressive Szene. Und das hat sich trotz radikaler Wechsel im Line-Up überhaupt nicht geändert. Die Musik blieb immer dieselbe: erstklassiger und anspruchsvoller Progressive Metal, der sich nicht nur von DREAM THEATER inspirieren ließ sondern auch von Bands wie RUSH , EMERSON LAKE & PALMER, YES und vielen anderen wie zum Beispiel, laut der eigenen Homepage: RAINBOW, DEEP PURPLE, IRON MAIDEN, KING'S X. Sie wußten sehr genau wie diese Einflüsse zu einem eigenen Stil und Sound zu verwandeln sind, ein Weg der für die meisten für immer verborgen bleibt.
Das musikalische Können der Band ist nicht zu leugnen, ganz im Gegenteil, es ist lobenswert daß sie trotz ihrer musikalischen Fähigkeiten das perfekte Gleichgewicht zwischen Melodie, Text und einer angemessenen musikalischen Äußerung gefunden haben. Sie verlieren sich nicht in endlosen und unnötigen Passagen was ihr Können zur Schau stellen soll. Ich will zu diesem Album nicht zu viel sagen, nur das, daß die ersten sechs Lieder eine Geschichte erzählen und das kann man auf der Magna Carta Seite ruhig nachlesen. Und wenn schon ein Song erwähnt werden muß, dann möchte ich eure Aufmerksamkeit auf „Mommy's Crying“ lenken.
Ich kann euch nur viel Spaß wünschen und hoffen daß ihr auch das Wunder was für mich Progressive Metal und AGE OF NEMESIS bedeuten, erleben werdet. Lasst euch von der Bewertung nicht Irre führen, es würden schon 10 Punkte sein, aber für mich persönlich klingen die Lieder in ungarischer Sprache noch besser. |