|
|  |
|
|
Die Libelle - John le Carre
|
|
|
|
|
Beschreibung
John le Carre
Die Libelle
Roman
Verlag Kiepenheuer & Witsch
637 Seiten
Zustand des Buches: Gut
Zum Inhalt:
In John le Carres großem Spionageroman geht es um Israel und Palestina. Der Roman beginnt in Bad Godesberg, als im Haus eines israelischen Diplomaten eine Bombe hochgeht. Bald darauf erscheint Kurtz auf der Bildfläche, ein israelischer Meisterspion, der genauso geschickt und trickreich mit Leben und Schicksalen umzugehem weiß wie einst Smiley.
Kurtz stellt sein Team mit Scharfsinn zusammen, mit hinterlistigem und erbarmungslosem Erfindungsgeist. Er spielt mit der Eitelkeit eines deutschen Beamten und reaktiviert einen israelischen Agenten, der so kalt ist wie ein Trockeneis. Doch im Mittelpunkt seines Plans steht "Charlie", eine junge englische Schauspielerin, die auf eine Rolle im wirklichen Leben vorbereitet wird, die komplexer und gefärlicher ist als alles, was sie bisher in den leidenschaftlichsten Ausbrüchen der Phantasie auf der Bühne gewagt hat. Das Ziel ist nicht einfach ein Bombenleger - es ist ein palätinensischer Spitzenterrorist. Es geht darum, nah an ihn heranzukommen.
Le Carre gelingt es, alle schützende Tünche, hinter der sich die Charaktere verstecken, Schicht für Schicht abzukratzen, bis er sie bis aufs Mark entblößt hat. Dadurch gibt er seiner Geschichte eine fieberhafte Spannung, die nicht nur aus dem Handlungsablauf herrührt, sondern auch aus dem inneren Drama, das sich in jedem Betroffenen abspielt.
Der Schauplatz reicht von der griechischen Insel Mykonos, wo Charlie rekrutiert wird, bis nach London und Salzburg, Berlin, München und Freiburg, nach Jerusalem und zu den palästinensischen Flüchtlings- und Terroristenlagern im Libanon.
Le Carre macht aus den israelischen Agenten keine Heilige. Sie sind zu schlimmen Taten fähig. Die Palästinenser begegnen uns als hoffnungslose Menschen, die in ihrer tragischen Vergangenheit verloren sind und zugleich für eine unmögliche Zukunft kämpfen. Wie Charlie, die sich als die Geliebte eines Palästinensers ausgibt, wird der Leser in seinem Mitgefühl für beide Seiten hin- und hergerissen. Er hat das Gefühl, daß das, was in diesem Roman geschieht, auch im wirklichen Leben geschehen könnte.
|